Utensilo für die kleine Garderobe

Wohin mit all den Mützen, Schals, Sonnenbrillen, …? Zu viert sammelt sich einfach so viel Kram im Flur an, dass es Zeit wurde, eine ordentliche Lösung zu finden.

Zuerst hielt ich das „Hänge-Beutel-Ei“ von Câlin et Crinoline für eine solche. Die Anleitung gibt es z.B. hier bei Stoffwelten.

Da passt zwar so manches hinein, aber für vier davon war kein Platz und eigentlich ist der obere Teil ja auch reine Platzverschwendung.

Also habe ich überlegt, wie ich den unteren Teil trotzdem sinnvoll nutzen kann und wir alle etwas davon haben.

Dann habe ich mich mit (gar nicht so günstigem) dicken Filz eingedeckt und erstmal ein bisschen rumprobiert. Entstanden sind dann vier „Körbchen“, die alle eine gemeinsame Rückwand haben.

Jedes „Körbchen“ besteht aus einem Rechteck und einem Halboval. Jeweils beide Teile habe ich rechts auf rechts zusammengenäht. Vorher gab es noch eine Buchstaben-Applikation, damit jeder weiß, wo er seine Sachen findet. Der kleinste ganz unten, der größte ganz oben. Den oberen Rand habe ich mit einem engen Zickzackstich „eingefasst“, damit sich das weiße Garn aus der Applikation und der anschließenden Gesamtumrandung wiederholt. Diese halben Schalen habe ich dann bündig links auf rechts an die Rückwand genäht. Das war ein riesen Akt, denn der Filz gibt nicht nach und wer hat schon zwei Meter Platz auf seinem Nähtisch?

So sieht das Utensilo an unserem Garderobenschrank aus. Leider steht er an einem Platz, an dem Bilder nur mit Blitzlicht möglich sind. So kommt die Optik vom Filz gar nicht richtig raus.

Den Körbchen habe ich dort, wo man hineingreift noch eine klitzekleine Extrarundung verpasst. Erkennt man das?

Damit sich das Utensilo nicht nach hinten durchbiegt, habe ich oben und unten einen Tunnel für ein ziemlich dickes Rundholz eingenäht. Oben noch ein Band dran und schon hängt das Ding (fast) gerade am Schrank.

Das hier ist die Perspektive vom Zweikäsehoch. (Wahrscheinlich tue ich ihm Unrecht, er ist ja schon sooooo groß.)
Der gelbe Stoff war mal eine Jacke, die ich einer Freundin beim Auszug aus unserer WG abgeluchst habe. Ich mochte die kleinen Streublümchen schon immer sehr. Und Gelb, müsst ihr wissen, ist meine Lieblingsfarbe.

Für meinen eigenen Buchstaben habe ich trotzdem diese zauberhaften pinken Blütenranken verwendet. Diesen Stoff hat meine Freundin in Thailand ergattert und mir viele Jahre später zum Geburtstag geschenkt. (Schaut euch doch mal ihre Seite an, sie macht nämlich ganz wunderhübsche Dinge.)

Und der Mann hat jetzt endlich einen Platz für seine Brille gefunden! Obwohl, meistens finde ich sie dann doch zwischen den Obstresten in der Küche oder mitten auf der Wühlkommode.

Der Filz sieht in echt übrigens viel schöner aus. Passt zwar nicht zum Schrank, aber an den wollte ich mein Utensilo nicht angleichen, ich mag ihn nämlich gar nicht. Vielleicht baut mir mal jemand meine Traumgarderobe. Eine Skizze vom diesem Monstrum gibt es bereits.

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