Tragetuch für die Kuschelfreunde

Die Kinder schlafen, der Mann ist außer Haus, die aktuellen Nähprojekte ruhen für heute Abend und ich finde, es ist Zeit, euch mal wieder etwas zu präsentieren. Damit mein Das-Wollte-Ich-Hier-Gern-Noch-Zeigen-Ordner langsam aber sicher leer wird.

Der Dreikäsehoch hat es nicht so mit Kuscheltieren. Das ist schade, denn ich würde ihm gern einen ganzen Zoo nähen. Stattdessen habe ich eine Zeitlang an einem Freebook für eine Kuschelrakete gearbeitet, weil mir das bisherige Angebot dafür nicht reichte. Aber darum geht es doch jetzt gar nicht!

Zur Geburt hat mein Sohn also einen Teddy geschenkt bekommen, den unsere Tante selbst genäht hat. Seit der Zweikäsehoch auf der Welt ist, wohnt hier auch noch ein kleines (von der Oma genähtes) Schaf. Beide Tiere haben jeweils den Namen des Kindes aufgestickt.
Wie es aber meine Kinder wollten, sind die Tierchen in den Besitz des jeweils anderen übergegangen. Was ich persönlich ja sehr süß finde, denn so hat jeder ein Kuscheltier mit dem Namen seines Bruders drauf. Hach…

Schaf und Teddy (ja, die heißen auch so!) sind jedenfalls die einzigen Kuscheltiere, die hier überhaupt irgendwie zum geliebten Inventar gehören. (Die Raketen sind auch schon nicht mehr up to date.) Und eines Tages – da wurde der kleine Bruder schon gar nicht mehr getragen – wollte der Dreikäsehoch ein Tragetuch für Schaf. Wie toll, dachte ich, das wollte ich sowieso noch nähen. Schön, dass mein Kind mich so gut versteht.

Für das Kuscheltier-Tragetuch habe ich in meinem Stofflager nach passendem, etwas hippiesken Stoff gesucht und wahrscheinlich einen der teuersten gefunden, den ich im Regal habe. Statt ihn nun weiter verstauben zu lassen, weil sich mein Geschmack inzwischen doch immens geändert hat, habe ich ihn trotzdem benutzt.

Das Schnittmuster habe ich mir fix selbst erstellt. Ein großes Rechteck und ein kleines abgerundetes Rechteck je Außen- und Innenstoff und insgesamt vier lange Rechtecke für Träger und Hüftgurt. Das war es auch schon.

Gefüttert und standfest gemacht ist das Tuch mit Fleece.

Die Klappe hat keinen extra Verschluss. So geht es auch.

Beim nächsten Mal würde ich vor dem Zusammennähen von Futter und Außenstoff Abnäher in die Seiten machen. Jetzt ist da eigentlich zuviel Stoff. Als alles fertig war, waren die Lagen so dick, dass meine Nähmaschine nachträgliche Abnäher nicht mehr mitgemacht hat.

Um das Tagebuch hinten zu überkreuzen und dann vorne zu verknoten braucht der Dreikäsehoch noch seine Eltern. Was er aber schon kann, ist das Schaf seeeehr gut während des Bindens festzuhalten. Und wir haben auch gelernt, wie man das schlafende „Baby“ aus dem Tuch ablegt, ohne es zu wecken. Darin sind wir allerbeste Lehrmeister.

Für den Hüftgurt habe ich eine Steckschnalle verwendet. Leider braucht der Dreikäsehoch auch dabei Hilfe. Leider? Naja, wir mögen es, wenn unsere Kinder möglichst eigenständig spielen (können). Wie sonst wären wohl so zeitintensive Hobbies möglich?

Und weil der Zweikäsehoch alles nachmacht, was sein großer Bruder ihm vorlebt, nickte er heftig mit dem Kopf, als er das Tagebuch sah. Also durfte sich auch Teddy mal von seinem Kuschelpapa tragen lassen.

Habt ihr auch so Nähprojekte, von denen ihr sehnlichst hofft, dass eure Kinder sie sich wünschen? Wie gesagt, ich würde gern einen Zoo nähen… Und, und, und…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Protected by WP Anti Spam