Nähtipps, um breite Schultern zu kaschieren – #1 Wähle einen V-Ausschnitt

Nähtipps, um breite Schultern zu kaschieren

 

Während der Mann mit den Kindern Stop-Motion-Filme dreht, nutze ich die freie Zeit, euch mal wieder etwas aus dem Bilderlager zu zeigen. Hier wartet ja noch soooooo viel, was gepostet werden möchte!

Ich beginne mal mit meiner neuen Serie: „Nähtipps, um breite Schultern zu kaschieren“ (einen supercoolen Titel, den Google-Sucher auch finden würden, habe ich noch nicht).

Vielleicht erinnert ihr euch noch an meine erste Wohlfühljacke. Also besser, an die Bilder dazu. Von hinten sah ich aus, als hätte ich Schulterpolster drin! Aber nein, ich seh tatsächlich so aus. Was zu mir gehört, wie meine Nase, gefällt mir genauso wenig wie mein Wasserbauch. Und da ich mir meine Garderobe größtenteils selbst schneidern möchte, versuche ich, hier und da etwas zu tricksen, um mein Spiegelbild ab und zu liebevoll anlächeln zu können.

Fangen wir also mit einem ganz banalen Tipp „gegen“ breite Schultern an:

#1 Wähle einen V-Ausschnitt

Ein V-Ausschnitt lenkt den Blick auf die Körperlänge, statt auf die Breite. Die Pfeilform ist optimal geeignet, um den Blick weg von den Schultern und ihn abwärts auf Dekolleté und Bauch (nach zwei Schwangerschaften vielleicht auch nicht so optimal) zu ziehen. Ja, mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

In jedem Serienbeitrag wird es am Ende eine Bildergalerie mit Beispielen aus meiner Werkstatt zum jeweiligen Nähtipp geben. Mit einem Klick auf das Foto gelangt ihr zum Originalbeitrag. Zum V-Ausschnitt gibt es erstmal nur ein Bild. Ich mache den so ungern 😉

Die Serie mit den Nähtipps wird ab jetzt fortgeführt, höchstwahrscheinlich in eher unregelmäßigen Abständen 😉
Bis zum nächsten Beitrag wünsche ich euch viel Spaß an der Nadel!

T-Shirt „Liv“ mit V-Ausschnitt

Wie ihr vielleicht schon wisst, nähe ich ziemlich pragmatisch und bleibe bei einem Schnittmuster, wenn es mir gefällt und passt. Als Basis für den Großteil meiner T-Shirts habe ich mich für „Liv“ von pattydoo entschieden.

Meine erste Version kommt ganz ohne Schnickschnack und mit V-Ausschnitt daher. Ideal, um breite Schultern zu kaschieren. Weil mir das lila Shirt dann doch etwas trostlos vorkam, habe ich meine geliebten Stempel herausgeholt und einen super-einfallsreichen Text aufgestempelt 😉 Mehr war echt nicht drin. (Mir fehlen immer die Ideen für bedeutungsschwangere Worte.)

Hier seht ihr das T-Shirt unter einer neuen Version der „My cuddle me“ von Schaumzucker. Weil sie mich aber eher breit als lang aussehen lässt, wird sie nochmals geändert und kann erst später in ihrer vollendeten Form gezeigt werden.

So, da ist das T-Shirt im Wunderland.

Und hier nochmal in groß der Aufdruck, für den ich wirklich keinen Musenkuss brauchte.

Oh, wer hat sich denn da auf das Foto geschlichen?

Dieses war die erste „Liv“ und die zweite ist im Begriff… in einem neuen Beitrag vorgestellt zu werden.
Bis dann.


PS: Dieses T-Shirt ist Teil meiner Serie „Nähtipps, um breite Schultern zu kaschieren“.

Schmetterlinge aus Sicherheitsnadeln

Neben den vielen Nähwerken gibt es auch mal wieder etwas aus der Bastelecke.

Spätestens seit dem Schmetterling aus Laubblättern für meinen Vater weiß der Dreikäsehoch, wie so ein Tier aussieht, und wie man es abstrakt zeichnet. Also statt „Pünktchen, Pünktchen, usw.“ heißt es bei uns „Körper, Kopf, Flügel, Fühler.“
Als der Sohn sich irgendwann mal seine Zeit bei mir im Nähstübchen vertreiben musste, sagte er auf einmal: „Mama, guck mal, ein Körper.“ Ich hatte natürlich keine Ahnung, wovon das Kind spricht und guckte dumm aus der Wäsche einem Stoffberg. In die Richtung, in die mein Kind zeigte. Und ich sah eine herkömmliche Sicherheitsnadel. Braucht man ja immer mal. Ich hab’s einfach nicht kapiert.

Aber dann! Dann sah ich, was mein kreatives Kind sah, und ich zog Schmierpapier, Buntstifte und Klebstoff aus den Abgründen meiner Sammelleidenschaft heraus. Und das kam dabei heraus:

Toll, diese Kinder!

Unsere Schmetterlinge sind zwar schon etwa ein Jahr alt und hängen inzwischen als Mobile über dem Esstisch der Tagesmutter, aber wann bitte passt so ein Beitrag besser als zum Frühlingsanfang? Und jetzt schnappt euch euer Kind, lasst es seine Langeweile in eurem Nähchaos ausleben und staunt, auf welche Ideen die Kleinen kommen… Und dann ran an die Frühlingsdeko.

„Monsier sportif“ – Shirt für Männer

Gerade habe ich euch den neuen Schnitt „Enfant sportif“ der Ostseepiratin vorgestellt. Und hier seht ihr nun das Pendant dazu für die Väter (und kinderlose Herren).

Das Raglan-Shirt ist genauso konzipiert wie der Kinderschnitt, es gibt ihn in einer Kurz- und einer Langarmversion und wieder mit dem abgesetzten Seitenstreifen. Auch diesen Schnitt gibt es ab dem 6. April bei Farbenmix. (Link folgt.)

Und so sieht das Ganze in einem (vielleicht doch zu) wild gemusterten Sommersweat aus.

Und hier seht ihr meine neue Labels: Bestempelte, aufgesteppte Stoffreste. Die findet ihr jetzt immer auf meinen Nähwerken.

Dann dürft ihr jetzt sehr gespannt auf das E-Book sein. Sobald es online ist, gebe ich Bescheid. Bis dahin könntet ihr aber auch schonmal ein Poloshirt für euren Liebsten nähen. Den hat die Ostseepiratin nämlich auch im Angebot. Und da gibt es weit weniger Konkurrenz. Ach, den Namen vom Schnitt wollt ihr wissen? „Monsieur Polo“ – da hättet ihr ja auch selbst drauf kommen können!

„Enfant sportif“ – Shirt für Kinder

Liebe Leserinnen und Leser, ich habe in den letzten Wochen so viel genäht und Bilder gemacht, und ihr habt noch kaum etwas davon gesehen. Das liegt vor allem daran, das ich momentan so schreibfaul bin. Vielleicht wollt ihr aber auch gar keine Texte lesen, sondern Bilder sehen!? Deshalb haue ich jetzt mal raus, was ich euch zeigen möchte.

Ich fange an mit einem brandneuen Schnitt, dem „Enfant sportif“ von der Ostseepiratin. Das Probenähen für diesen und den dazugehörigen Herrenschnitt ist beendet und ihr könnt beide E-Books ab dem 6. April bei Farbenmix kaufen. (Link folgt.) Der Clou an diesem Raglan-Schnitt ist der eingelassene Seitenstreifen. Für alle, die gern stoffpuzzlen, ein wundervoller Puzzle-Traum.
Und was mir außerdem an dem Schnitt gefällt ist der Name. Er passt nämlich perfekt zu meinem Akrobatenkind (euch auch bekannt als Zweikäsehoch). Genäht habe ich das Shirt allerdings nicht aus Multifunktionsstoff, sondern aus übergangstauglichem, hellmintem (gibt es diese Farbe überhaupt?) Steppstoff. Statt einem andersfarbigen Seitenstreifen, habe ich diesen mit einer Fakepaspel hervorgehoben.

Das ist bei dieser Größenordnung eine bescheidene Idee, weil ich nicht beide Paspeln absteppen konnte. Andere aus dem Probenähteam haben das aber doch hingekriegt.

Statt viel bunt wollte ich eine Applikation drauf haben, aber ich bin da wirklich extrem unkreativ. Mehr als Sterne und Kreis fällt mir nie ein oder ich frage mich, welche Bedeutung Seebären oder Feuerwehrautos für uns haben sollen. Es ist deshalb einfach ein großes „A“ geworden, der Anfangsbuchstabe vom Zweikäsehoch.

Jetzt habe ich es doch tatsächlich geschafft, wieder einen Roman zu schreiben! Was ist da bloß los in meinem Kopf! Also gut, ran an die fehlenden Bilder.

Geht es euch auch so, dass ihr eure Kinder vor Süßheit am liebsten fressen möchtet? Informiert euch mal über „cute aggressions“, die habe ich quasi andauernd bei diesen Rabauken! (Auf den Bildern hier im Blog lege ich eher Wert darauf, dass man die Nähprodukte erkennt, statt meine Kinder in Szene zu setzen. – Falls ihr euch fragt, was genau ich so süß finde… Man sieht es hier nur manchmal 😉 )

Hier folgt jetzt gleich der „Monsieur sportif“ mit meinem tollen Mann, den ich auch sehr gerne mal anknab… Ach, das führt jetzt wirklich zu weit!

Wolken sehen auf T-Shirt „Max“

Da schlafen die Kinder schon um 18 Uhr tief und fest! Gut, wir sind auch alle krank… Aber das gibt mir doch die Möglichkeit, euch noch ein paar Nähergebnisse zu zeigen, die zwar schon fertig fotografiert sind, aber es immer so spät auf diese Seiten schaffen.

Ich bin ja furchtbar pragmatisch, was das Nähen angeht. Klar, es geht mir, wie vielen von euch auch, darum, kreative Unikate selbst herzustellen. Ich nähe aber auch, weil gekaufte Klamotten meistens Schrott sind oder nicht das, wonach ich suche. Und auf diesen Trichter ist inzwischen auch Alex gekommen, dem T-Shirts egal welcher Marke oder Qualität entweder zu weit oder zu kurz sind. Also bekommt er nach und nach eine neue Garderobe. Das ist eine harte Herausforderung, denn der Mann beherbergt in seinem Schrank mindestens doppelt so viele Klamotten wie ich.
Pragmatisch bin ich auch, was die Schnitte angeht, nach denen ich nähe. Passt einer, wird der durchgenäht, bis mir langweilig wird. Aber was soll an T-Shirts schon langweilig werden? Da kann man ja unzählige Sachen mit anstellen.

Für die schmalen Schultern von Alex ist „Max“ von pattydoo mit seiner Passe optisch perfekt. In der Breite muss ich den Schnitt je nach Stoff doch erstaunlich viel anpassen. French Terry zum Beispiel ist wenig dehnbar und auch gute, feste Jerseys brauchen sehr viele zusätzliche Zentimeter an den Seiten. Für dieses Shirt habe ich deshalb einen extra Seiten-Streifen eingenäht, nachdem mir die enge Passform bei der ersten Anprobe unangenehm aufgefallen ist.

Für den Druck vorne habe ich wieder meine Buchstabenstempel rausgekramt und aus Fixier-Stickvlies (funktioniert wie Freezer Paper) eine Wolke ausgeschnitten. Diese habe ich aufgebügelt und dann mit dem Stempeln begonnen. Jeden Buchstaben einzeln und mit leichtem Farbverlauf.

Hier seht ihr den später eingenähten Seitenstreifen, den ich mit einem Fake-Coverstich abgesteppt habe. Mache ich nie wieder bei großen Größen! Was für eine Heidenarbeit!

Statt Passe kann man das Rückenteil von „Max“ einfach nach vorn verlängern. Perfekt, um schmalen Schultern etwas mehr Breite zu geben.

Und was steht da jetzt eigentlich drauf? „Wolken sehen heißt Zuhause (zu) sein“. Ich war mir mit der Grammatik irgendwie nicht einig… WOLKE ist unser Familienname und so finde ich dieses Shirt mal wieder ganz schrecklich romantisch.

Und hier noch das Label aus SnapPap; das letzte seiner Art. Die neuen stelle ich euch auch bald mal vor.

Der Jersey ist übrigens nicht weiß, sondern beige und ganz leicht meliert. Ich finde die Farbe wundervoll und habe für mich gleich etwas mehr mitbestellt.

Wie macht ihr das denn mit den Schnittmustern? Probiert ihr gerne neue aus oder bleibt ihr auch beim Bewährten? Erzählt doch mal!

Fußsack für den Buggy aus alter Jacke und Sitzbezug

Es geht jetzt mit schnellen Schritten auf den Frühling zu, deshalb muss ich euch auch noch schnell mein absolutes Upcycling-Werk präsentieren. Sogar fast ohne nähen.
Nachdem ich gestern mit euch das Trage-Zeitalter abgeschlossen habe, kommt heute die passende Fortsetzung. Als der Kinderwagen zu klein wurde und wir auf einen Buggy umgestiegen sind, habe ich nach einem passenden Fußsack Ausschau gehalten. Unser Buggy war ein Flohmarkt-Schnäppchen, aber die Preise von Schaffell-Fußsäcken haben mich eher zur Schnappatmung veranlasst. Also bin ich ganz tief ins Messe-Lager abgestiegen und habe nach wärmenden Stoffen aus der Restekiste der Schwiegereltern gekramt. Gefunden habe ich eine alte Winterjacke und einen Sitzbezug für den Autositz aus Fellimitat.

Ja, und das ist auch schon so ziemlich das Ende der Geschichte! Bei der Jacke habe ich die Ärmel abgeschnitten und diese und den Saum zugenäht. Den Sitzbezug habe ich einmal umgestülpt, so dass er nicht über einen Sitz, sondern um Kinderfüße passt. Dann habe ich an passender Stelle Schlitze hineingeschnitten, dass gerade so die Gurte durch passen.
Beides habe ich ineinander gelegt und am Buggy befestigt. Et voilá! Fertig ist er schon, der sehr warme Fußsack.

Die Fotos sind leider nur mit dem Handy geschossen, ich hoffe aber, ihr erkennt das Ergebnis.

Es gibt bestimmt schönere Varianten. Allein eine sauberere Ausführung hätte schon etwas dafür getan. Aber nächstes Jahr brauchen wir den Fußsack vielleicht schon nicht mehr und er erfüllt seinen Zweck ganz ausgezeichnet.

So sieht der Fußsack mit offener „Jacke“ aus:

Und so mit geschlossener „Jacke“:

Die Taschen an der alten Jacke sind außerdem ziemlich praktisch für Schlüssel, Taschentücher und was man sonst noch so unterwegs dabei haben sollte.

So schnell kann es gehen. Mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen. Oder habt ihr etwa noch eine Frage?