5-Minuten-DIY: Schutzengel aus Stoffresten

Als wir neulich unsere Nichte besucht haben, um diesen wundervollen Zipfelrock zu fotografieren, habe ich in ihrem Zimmer ein Geschenk entdeckt, dass sie von mir zur Taufe (oder was gibt es sonst noch so für Gelegenheiten?) bekommen hat. Irgendwie fand ich, dass es hier auf diesen Blog gehört, obwohl ich den da ja noch gar nicht hatte. Und es jetzt auch echt nichts Besonderes ist.

Aus Stoffresten, einer halbierten Styroporkugel, Federn, Pappe und einigen Wollfäden habe ich einen bunten Schutzengel gebastelt. Nähen brauchte ich dafür nicht, hier hat allein die Heißklebepistole gequalmt. (Ihr seht es vielleicht noch auf den Bildern).

Das Ganze noch in einen etwas tieferen Bilderrahmen und schwupps, ist das Mini-DIY auch schon fertig.

Da unsere Nichte (wie ihr Bruder auch) einen irischen Namen hat, habe ich mich für einen schlichten, irischen Segen entschieden. Ich selbst bin ja eher Heidin und tue mich schwer, religiöse Worte zu verschenken, mit denen ich mich noch irgendwie identifizieren kann. Das ging hier aber ganz gut.

Der Text ist auf einen Block aus weiß lackierten Wäscheklammern geklebt. Heute würde ich mir bestimmt mehr Mühe geben.

Hier noch einmal eine Nahaufnahme vom wallenden Wollhaar. Und das war es auch schon.

Wenn ich all mein Gebasteltes hier zeigen würde, brauchte ich wohl ein paar Jahre. Irgendwie mache ich das gar nicht mehr. Für wen auch?

Mein teilweise sehr betagtes Bastelmaterial wartet darauf, dass die Kinder motorisch mit mir handarbeiten können. Und dann geht es hier in der Kategorie Spiel und Spaß mit Kindern wieder rund.

Dieser Schutzengel ist ein gutes Beispiel dafür, dass sich meine Fähigkeiten aber auch meine Ansprüche ständig erweitern. Heute würde das ganz anders aussehen. Professioneller hoffentlich.
Gibt es bei euch auch so Werke, die ihr mal mit Stolz geschwellter Brust verschenkt habt und heute eigentlich peinlich findet?

Fußsack für den Buggy aus alter Jacke und Sitzbezug

Es geht jetzt mit schnellen Schritten auf den Frühling zu, deshalb muss ich euch auch noch schnell mein absolutes Upcycling-Werk präsentieren. Sogar fast ohne nähen.
Nachdem ich gestern mit euch das Trage-Zeitalter abgeschlossen habe, kommt heute die passende Fortsetzung. Als der Kinderwagen zu klein wurde und wir auf einen Buggy umgestiegen sind, habe ich nach einem passenden Fußsack Ausschau gehalten. Unser Buggy war ein Flohmarkt-Schnäppchen, aber die Preise von Schaffell-Fußsäcken haben mich eher zur Schnappatmung veranlasst. Also bin ich ganz tief ins Messe-Lager abgestiegen und habe nach wärmenden Stoffen aus der Restekiste der Schwiegereltern gekramt. Gefunden habe ich eine alte Winterjacke und einen Sitzbezug für den Autositz aus Fellimitat.

Ja, und das ist auch schon so ziemlich das Ende der Geschichte! Bei der Jacke habe ich die Ärmel abgeschnitten und diese und den Saum zugenäht. Den Sitzbezug habe ich einmal umgestülpt, so dass er nicht über einen Sitz, sondern um Kinderfüße passt. Dann habe ich an passender Stelle Schlitze hineingeschnitten, dass gerade so die Gurte durch passen.
Beides habe ich ineinander gelegt und am Buggy befestigt. Et voilá! Fertig ist er schon, der sehr warme Fußsack.

Die Fotos sind leider nur mit dem Handy geschossen, ich hoffe aber, ihr erkennt das Ergebnis.

Es gibt bestimmt schönere Varianten. Allein eine sauberere Ausführung hätte schon etwas dafür getan. Aber nächstes Jahr brauchen wir den Fußsack vielleicht schon nicht mehr und er erfüllt seinen Zweck ganz ausgezeichnet.

So sieht der Fußsack mit offener „Jacke“ aus:

Und so mit geschlossener „Jacke“:

Die Taschen an der alten Jacke sind außerdem ziemlich praktisch für Schlüssel, Taschentücher und was man sonst noch so unterwegs dabei haben sollte.

So schnell kann es gehen. Mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen. Oder habt ihr etwa noch eine Frage?

Cardigan ROM mit fabelhafter Applikation

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Der Dreikäsehoch hat Fabelwesen entdeckt. In einem Buch, dass schon meine viel jüngeren Geschwister fasziniert hat, haben wir alle möglichen und unmöglichen Wesen entdeckt. Oder wisst ihr etwa schon, was ein Mantikor oder ein Catoblepas ist?
An Karneval möchte sich mein Sohn zu meiner großen Freude als Drache (eigentlich soll es ein Leviathan sein) verkleiden. Das Kostüm ist bereits seit November in Arbeit, zumindest die Flügel sollten eigentlich ein Weihnachtsgeschenk werden.

Bevor ich mich allerdings an einen grünen Drachen-Overall mache, habe ich es vorerst mit einer einfachen Jacke versucht. Die ist zufällig auch grün, hat aber nichts mit einem feuerspeienden Riesen zu tun, sondern mit einem ganz anderen geflügelten Wesen. Auf einem völlig verwaschenen Sweatshirt meines Mannes aus den 90ern (zumindest sah es so aus) habe ich einen auch schon ziemlich verwaschenen Aufdruck eines nasgehörnten Pegasus gefunden. Und weil es gerade so schön passte, habe ich diesen Teil des Pullovers ausgeschnitten und auf einen frisch genähten Cardigan ROM von Rapantinchen appliziert. Während des Nähens fand ich meine Farbauswahl ganz furchtbar, das Grün mit dem Grau gefiel mir plötzlich überhaupt nicht mehr. Mit ein bisschen buntem Garn und knallgelben Druckknöpfen konnte ich mich am Ende aber doch damit anfreunden. Das hat auch ein wenig die schon ziemlich ausgeblichene Pegasus-Vorlage aufgepimpt. Ich hätte natürlich einfach ein eigenes Motiv aufdrucken können, aber mir gefällt der Gedanke, dass unsere Kinder Dinge an oder bei sich tragen, die schon vor ihrem Dasein eine Bedeutung für uns hatten. (Obwohl sich mein Mann in diesem Fall nicht mal an das Sweatshirt erinnern konnte ;))

Die Jacke habe ich an den Seiten nochmals mit einem zusätzlichen Streifen verbreitert, sonst hätte ich sie gleich in eine Klamotten-Kiste für den kleinen Bruder legen können. So habe ich schon öfter Selbstgenähtes gerettet, das zu eng zugeschnitten war. (Wer so einen Streifen ganz geplant als Highlight einsetzen möchte, der kann sich schon mal auf ein neues E-Book von der Ostseepiratin vorfreuen. Mehr verrate ich aber noch nicht, sondern versuche für das Probenähen noch ein zweites Exemplar zu kreieren.)
Für die Taschen habe ich mich für einen Federnstoff entschieden, das fand ich irgendwie passend. Welch mythische Bedeutung Federn allerdings haben könnten, weiß ich auch nicht. Immerhin können sie auch luftig-leicht durch die Welt fliegen wie ein Pegasus.

Ja, ihr wollt jetzt sicherlich auch was sehen. Na dann mal los. Der Dreikäsehoch hat seit Wochen mal wieder durchgeschlafen und war heute so ausgeglichen, dass ich glatt ein paar Bilder von der bereits im Dezember entstandenen Jacke machen konnte. Wenn es doch immer so leicht gehen könnte…

OK, auf geht’s!

Auf den Bildern kommen die Farben nicht gut rüber. Das Grün ist zwar nicht gerade strahlend, aber etwas kräftiger ist es doch.

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Die eingesetzten Taschen werde ich beim nächsten Mal weglassen. Sie werden maximal zum Sammeln von benutzten Taschentüchern genutzt. Und die landen dann wohl wo?

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Um die Taschen abzusteppen hatte ich Lust auf Zierstiche. Hätte ich auch lassen können. 😉

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Und hier der nasgehörnte Pegasus auf der Rückseite.

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Gelb und Orange sind mein kleiner Kontrast zu den sonst eher farblosen Stoffen.

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Und dann ist der Dreikäsehoch fast selbst davon geflogen…

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Ich habe eine ganze Kiste voll mit bedruckten oder bestickten Altkleidern, um sie irgendwann für eine Applikation zu zerschneiden. Tatsächlich habe ich diese Sammlung auch schon zweimal benutzt. (Der Großteil meiner diversen Sammlungen fristet allerdings ein Dasein in Vergessenheit.)
Habt ihr auch alte Shirts, die auf eine zweites Leben warten? Vielleicht ist das ja auch etwas für euch?
Ich freue mich, von euch zu hören und zu lesen,

Stef

It’s T-Time

t-time

Der Herbst kommt und der Dreikäsehoch wächst. Keine Ahnung, wo manche die Zeit her nehmen, um alles zu nähen, worauf sie so Lust haben. Meinen Anspruch, mein großes Kind ab jetzt nur noch in selbstgenähter Kleidung zu sehen, habe ich bereits eingeschränkt. Ich mache nur noch, was nötig ist und schnell geht. Oder, was ich wirklich nicht lassen kann…

Jetzt jedenfalls war es dringend nötig, denn ich habe alle Shirts aussortiert, die den kleinen Kugelbauch vom Dreikäsehoch nicht mehr ausreichend verdecken. Und plötzlich hatte er nur noch zwei 😉 Also habe ich das schon oft genähte Raglanshirt Autumn Rockers von Mamahoch2 genommen und ein paar Modelle gezaubert. Neue Schnitte musste ich dann trotzdem noch ausprobieren. Und statt mein Stoffregal etwas auszudünnen, habe ich auch alte T-Shirts vom Papa wieder benutzt. Ich habe ja etwa ebenso viele Klamotten zum Umarbeiten gehortet, wie neu gekaufte Stoffe!

Nach ein paar Abenden mit schlafenden Kindern ist eine bunte Mischung an T-Shirts herausgekommen, die noch erweitert werden muss. (Praktischerweise mache ich gerade beim Probenähen von From heart to needle meets Engelinchen“ mit, da gibt es auch ein Shirt. Und noch sooooo vieles mehr. Lasst euch überraschen!)

Dieses Raglanshirt hat passend zu den Ärmeln den geistreichen Text „stripe“ bekommen. Hierfür habe ich mal wieder meine allerliebsten Lieblingsbuchstabenstempel und Textilfarbe benutzt. Der i-Punkt ist mit Textilmarkern gemalt.

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Das nächste Raglanshirt hat ein eher maritimes Motiv 😉 Den Wal habe ich einfach mit der Nähmaschine aufgesteppt. Die Ärmel bestehen aus sehr babyhaftem Walstoff (man sieht ihn hier leider kaum), den ich aber so süß fand, dass ich mit dem schwarzen Kragen einen härteren Kontrast setzen musste.

t-shirt_babywale_autumn-rockers

Und für dieses Shirt habe ich das erste mal einen Plot benutzt. Eine Bekannte hat ihn für mich erstellt. Nach dem zweiten Versuch sah es dann auch so aus, wie es soll. Die Ärmel sind aus einem alten T-Shirt von Papa, das leider nicht mehr so elastisch ist. Ich werde ein kurzärmeliges Shirt draus machen müssen.

t-shirt_busse_autumn-rockers

Neu ausprobiert habe ich einen Schnitt von filius feez. Der macht besonders viel her, wenn man Streifenstoff verwendet. Und ist so leicht zu nähen, wie ein Raglanshirt. (Ich faule Näherin mag ja, dass man keine Ärmelrundungen abstecken muss.) Auch dieser Stoff hier war mal ein Shirt vom Papa.

t-shirt_upcycling_filiuz-feez

Und noch einmal klassisches Upcycling. Die Streifen waren ebenfalls ein T-Shirt vom Papa, die Applikation war genauso „unordentlich“ auf einem alten von mir drauf. Da hab ich sie rausgeschnitten und hier wieder draufgesteppt. Ein bisschen viele Streifen, oder? Der Schnitt ist das Basisshirt von Mamas nähen.

t-shirt_streifen-upcycling_basisshirt

Zu guter letzt mein Lieblingsshirt. Als Grundschnitt habe ich den Trotzkopf von Schnabelina genommen, mich dann aber für einen anderen Ausschnitt entschieden. Und ich wollte eine Teilung mehr haben. Mit den roten Knöpfen gefällt es mir richtig gut. Die sind übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie ich so nähe: Planlos drauf los und dann mal gucken, was man noch so machen kann.

t-shirt_abgewandelter-trotzkopf

Dieses war der erste Streich, doch der nächste kommt… bald hinterher.

Spielideen für den Garten aus Plastikflaschen und einem alten Rasenmäher

Der Sommer kann uns mal! Wir spielen draußen, wann immer wir Lust haben. In Regenklamotten ist es sowieso egal, ob das Wasser von oben oder aus der Matschanlage kommt.

Diese Woche haben wir unseren Garten verschönert. Vor allem durch so banale (aber leider absolut notwendige) Dinge wie Unkraut zwischen den Gehwegsteinen entfernen, Müll entsorgen, Rasen mähen, begonnene Projekte abschließen…
Eins davon war ein Kegelspiel aus Plastikflaschen, in der ein Hof in der Umgebung seine Milch verkauft. Leider sind es keine Pfandflaschen. Und weil ich die Form so mag, wollte ich immer etwas damit machen. Also hab ich einen Großteil gespült und die echt fiesen Aufkleber abgefriemelt. Nach und nach kamen hier und da ein paar neue Ideen zusammen und so ist aus dem Kegelspiel Fußball-Bowling geworden. Das liegt nicht nur an der Zahl der entstandenen Kegel, sondern auch an der Schwere, der nun mit Wasser (und Lebensmittelfarbe) gefüllten Flaschen.

garten spiele upcycling fussballbowling 01

Und weil trotzdem noch Flaschen übrig sind, habe ich zwei Wurfspiele gebastelt. Einfach die Flaschen durchtrennen und schwupps, hat man zwei verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten. Gut, der Dreikäsehoch muss jetzt sehr viel üben, um das motorisch hinzukriegen. Und der Zweikäsehoch macht sowieso, was er will.

garten spiele upcycling wurfspiel 01

garten spiele upcycling wurfspiel 02

Beim Aufräumen wurde ein alter Rasenmäher zum Ausschlachten zur Seite gestellt. Eine kleinere Version ist mit ausgebautem Messer schon zum Spielmäher umfunktioniert wurden. Dieser hier ist aber doch etwas zu groß. (Wo kommen eigentlich die ganzen kaputten Rasenmäher her?) Das Gerät selbst hat nun einen neuen Platz in der Outdoor-Abstellkammer bekommen. Und der Fangkorb ist jetzt unser neuer Basketballkorb. Mit Washi-Tape, das nicht mal eine Stunde hielt, und einer Zielscheibe (heißt die so?) aus Pappe erkennt man es auch. Auch hier ist noch einiges an Übung notwendig. Aber unser Garten ist an nur einem Tag zu einem top Outdoor-Spielplatz mutiert, an dem es in jeder Ecke etwas zu tun gibt.

garten spiele upcycling basketball

Ich garantiere euch, da kommt noch mehr. Wir haben hier noch so viel Müll Ideen herum liegen.

Pimp my Shirt #1

„Pimp my Shirt“ wird eine neue, kleine Reihe von Ideen, die in meinem Kopf entstanden oder aus dem weltweiten Netz nachgemacht sind. Nummer eins habe ich mir ganz allein ausgedacht.

Neulich habe ich einen wundervollen Spruch gelesen: „Das ist keine Unordnung, hier liegen nur überall Ideen rum.“ Ich muss sagen, das trifft den Nagel auf den Kopf. Wer schonmal in einem unserer Hobbyräume (Werkstatt, Nähzimmer, etc.) war, weiß, wovon ich spreche.
In meiner Bastelecke lag zum Beispiel so eine wirklich unschöne Fensterdeko aus Filz herum, die – warum auch immer – mal an einem Geschenk für mich hing. Meiner „Das kann ich vielleicht noch gebrauchen“-Haltung (neudeutsch: Upcycling) habe ich es zu verdanken, dass sie noch nicht im Müll gelandet ist.

t-shirt upcycling pimpen schablone filz

Soweit zur Vorgeschichte. Momentan werfe ich alles aus meinem Kleiderschrank, was ich nicht mehr oder nicht gern anziehe. Dadurch ist es passiert, dass ich so gut wie keine T-Shirts mehr habe. Die Eigenproduktion hat begonnen, aber ich habe ja noch soooooo viele andere Ideen, die auf meinem Tisch oder in meinem Kopf herum liegen. Manche T-Shirts habe ich auf einen Stapel in mein Nähzimmer gepackt, um sie irgendwann an meine Vorstellungen anzupassen.

Das rosa Shirt war auch dabei. Sah immer aus, als wär es Nachtwäsche und ist deshalb aus dem Kleiderschrank gewandert. Und dann lag da diese Filzdeko rum. Und weil ich gerade total gerne mit Textilfarbe herum experimentiere, habe ich das Filzding kurzerhand als Schablone benutzt. Denn das Motiv ist ja doch ganz nett. Mit dem Pinsel habe ich einfach drumherum getupft, nicht ganz so ordentlich, aber das sollte so.

Soviel Text für nur zwei schnelle Bilder. Bitte verzeiht mir, aber das wollte alles unbedingt aus meinem Kopf. Vielleicht, damit neue Ideen darin Platz finden. Hier kommt mein neues Shirt, das ich jetzt wirklich gern anziehe.

t-shirt upcycling pimpen schmetterling 01

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Bald kommen noch viel mehr dazu. Wie gesagt, ich habe einen ganzen Stapel. Und Kinder 😉

Upcycling: Fußballtrikot für’s Baby von Papas Lieblingsverein

fussballtrikot upcycling baby vorher nachher

Gleich vorneweg: Es geht hier nicht um „unseren“ Papa. Wir haben mit Fußball soviel am Hut, wie Boateng mit unfreundlichen Nachbarn. Wir stehen damit ziemlich allein da, nichtmal bei EM und WM haben wir einen blassen Schimmer, wer es ins Finale geschafft hat.
Heute geht es deshalb um ein etwas aufwendigeres Projekt für einen fußballbegeisterten kleinen Mann in spe. Wobei nicht auszuschließen ist, dass wir davon auch mal zwei haben werden. Nur von uns haben sie’s dann nicht!

Ein bekanntes Elternpaar bat mich, aus Papas ausgedientem Fußballtrikot ein neues für den Sohnemann zu nähen. Wie immer hatte ich freie Hand, was daraus werden soll, nur der Sponsor durfte nicht wieder auftauchen.
Zuerst habe ich mich versichert, dass ich das heilige Trikot wirklich zerschneiden darf. Und dann habe ich versucht, so viele Details wie möglich zu erhalten. Leider habe ich keine Vorher-Bilder von den Details gemacht, also muss das Endergebnis reichen. Hier ist es (an meinem absoluten Drittlieblingsmodel):

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Die drei Streifen vom Ärmel und das Vereinslogo habe ich abgetrennt und vorne wieder drauf appliziert.

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Die Ärmel hatten einen zusätzlichen weißen Streifen eingenäht. Ich habe das Schnittmuster so aufgelegt, dass ich möglichst viel davon und einen Rest der drei Streifen erhalten kann.

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Die Rückseite ist im Prinzip gleich geblieben, nur eben auf viel weniger Fläche.

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Den Kragen fand ich auch so cool, dass ich ihn vom Original komplett abgetrennt und für das Babytrikot gekürzt und wieder angenäht habe. Dadurch schmiegt er sich nicht ganz so schön um den Hals, aber es sieht trotzdem richtig gut aus.

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Und hier nochmal das komplette Werk von vorne und hinten.

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Also, wie gesagt, verschont mich bitte mit Kommentaren über den richtigen oder falschen Verein 😉
Über sonstiges Feedback freue ich mich jedoch sehr!