Meine erste Kuscheljacke und das Problem mit den Fotos

Ich möchte euch hier so gerne auch zeigen, was ich für mich nähe. Das Problem ist, dass ich selbst lieber die Bilder machen möchte, die ich mir vorstelle, statt das Model zu sein. Beim Fotoshooting mit meinem Mann hat die Kamera trotzdem kurz den Besitzer gewechselt. Haare, Make-up, … das hatte ich ganz vergessen.

Ich habe versucht, Model und Regie gleichzeitig zu sein (Kamera war dann echt nicht mehr drin). Sowas traut sich sonst nur Til Schweiger. Wer auf der Bühne oder vor der Kamera steht, weiß, dass dabei selten etwas Gutes herauskommt. Siehe Til Schweiger.
Mein Mann bevorzugt leider eine ganz andere Ästhetik als ich und geht die Aufgabe viel technischer an. Diese war, meine fast schon durchgetragene Jacke „my cuddle me“ von Schaumzucker, bestmöglich zu präsentieren. Das ist dann dabei herausgekommen.

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Ich schwöre, ich trage keine Schulterpolster. Wie oft musste ich beim Tanzen erklären, dass ich meine Schultern nicht weiter runter ziehen kann!

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Abgesteppt habe ich mit meinem Lieblingszierstich.

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Ich habe mir vorgenommen, ab sofort wieder selbst zur Kamera zu greifen und schöne Damen aus meinem Umfeld als Models herzunehmen.

Hast du vielleicht Lust?

Ein Wiegetuch für meine Hebamme

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Heißt es eigentlich „meine Hebamme“? Oder ist es die Hebamme von meinem Kind? Jedenfalls habe ich sie sehr gern und freue mich über jeden Auftrag, den ich für sie nähen darf. Zu meinem Glück kann sie ihre Waschmaschine nicht so recht bedienen und hat ihr Wiegetuch nach und nach verkleinert. Es musste also ein neues her.

Der Schnitt besteht aus nur zwei Halbkreisen, jeweils für innen und außen. Die Beinlöcher sind leider etwas zu niedrig geraten. Wenn ihr das auch mal näht, dann macht sie schön weit oben hin, damit auch Riesenbabys möglichst lang Platz im Wiegetuch haben. Die Träger habe ich nicht symmetrisch aufgenäht, sondern etwas versetzt zum Kopfteil hin, um eventuelle Gewichtsunterschiede der einzelnen Körperteile auszugleichen.

Ja, so einfach ist das. Und weil ich meinen Besuch bei dieser jungen Dame mit dem Wochenbett-Meeting der Mama und Hebamme kombiniert habe, konnte ich gleich noch Bilder machen.

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Pumphose Poppy – Meine Tanten tragen Rot

Was für eine Bescherung! Als der Dreikäsehoch an Heiligabend eine Pumphose und eine Haushose aus Stoffresten ausgepackt hat, sind meine Tanten förmlich ausgerastet. Sie wollten unbedingt auch so etwas haben: den Schnitt von der Pumphose mit dem Design der anderen. Meine Cousine hat gleich darauf auch ihre Bestellung aufgegeben. Also schnell alle ausgemessen, Wunschfarben notiert und ran an die Nähmaschine.

Als Schnittmuster habe ich die Poppy von pattydoo genommen, sichtbare Taschen zugefügt und jeweils an die Längen und Breiten der Damen angepasst. Ehrlich, ich würde solch eine Hose selbst niemals anziehen. Aber der Wunsch meiner Familie ist mir Befehl!
Leider war meine Cousine zum Fototermin nicht da, sonst hättet ihr die eigentlich coolste Version gesehen: Im Pink-Mix und für die Hundeliebhaberin mit Pfötchen auf der Po-Tasche. Vielleicht bekomme ich ja noch ein Tragefoto.

Hier seht ihr meine Tanten in ihren roten Lümmelbuxen:

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Das war übrigens das Vorbild. (Entschuldigt bitte die schlechte Fotoqualität).

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Buchstabenkissen mit eigenem Stoffdesign

Für den Geburtstag meiner Mutter brauchte ich schnell noch ein Geschenk und hatte die lustige Idee, Buchstabenkissen zu nähen. Verarbeitet habe ich meine Lieblings-Blumenstoffe; den Stoff für das Herz hat der Dreikäsehoch höchstpersönlich mit viel Fingerspitzengefühl und noch mehr Stoffmalfarbe für seine Oma designt.

Für die Produktion nehme man weißen Stoff, beliebige Stoffmalfarbe und ein Kind, dass sich nicht gleich die bunten Fingerchen ableckt. Also nicht meins. Wenn ihr Farbe sparen wollt, schneidet ihr das zu bemalende Teil vorher zu. Wenn alles fertig ist, fixiert ihr das Ganze nach Herstellerangaben und könnt es verarbeiten. Meine Farbe braucht nur 24 Stunden trocknen und ist dann waschfest. (Das ist übrigens ziemlich unpraktisch, wenn man sich mal vermalen oder verdrucken sollte.)

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Gut, das Kind hatte seine Pflicht getan, nun wollte ich den Rest noch eben so dahin nähen. Aber mein Vorhaben entpuppte sich mal wieder als langwieriges Projekt. Denn es ist eben nicht mit großen Buchstabenschablonen (das kann ich ja noch), der restlichen Stoffauswahl und einem langen Stoffstreifen für die Seiten getan. Jedenfalls nicht, wenn man Buchstaben braucht, die ein Loch in der Mitte haben. Bei mir also das „A“ und „O“ (lustiges Wortspiel, hm?)
Räumliches Denkvermögen habe ich normalerweise. Hier hatte ich es nicht. Ich habe einfach nicht geschnallt, was ich wie nähen muss, damit ich das Teil gewendet kriege. Geholfen hat mir dann das Internet, in dem ich eine Anleitung gefunden habe. Allmächtiges WWW, ich glaube an dich! Leider weiß ich nicht mehr, wo.

Also, falls ihr das auch mal machen wollt, nehmt am besten einen Schriftzug ohne Löcher. Oder fragt die weltweite Nähgemeinschaft.

Viel Spaß!

Eine praktische Wickeltasche

wickeltasche03Anleitungen und Schnittmuster für Wickeltaschen gibt es ja viele, aber selten passen sie zu dem, was wir im Alltag wirklich gebrauchen können. Ich hab es ja gerne schön UND praktisch.
Und manchmal kommt man auf die besten Ideen einfach nicht allein. Zum Glück gibt es das world wide web mit all seinen kreativen Menschen, die ihre Ideen wiederum teilen ohne etwas dafür zu verlangen. Ich liebe das wirklich. Danke an alle, die das machen!

Neulich zum Beispiel habe ich mich mal wieder wild durchgeklickt, auf der Suche nach noch mehr Zeug, was ich irgendwann auch mal umsetzen möchte. Und da bin ich bei dieser Wickeltasche von der DIY Eule hängen geblieben. Genau das, wonach ich einfach nie richtig gesucht habe, aber was meinen Erfahrungen und Erwartungen an eine praktische Wickeltasche gerecht wird. Also ran an die Nähmaschine und einen Tag mit messen (man macht es ja doch nie ganz nach Anleitung), schneiden, stecken, nähen, probieren, stecken, nähen, … verbracht.

Und das ist sie nun, unsere neue Wickeltasche. Der Dreikäsehoch wird vielleicht nicht mehr soviel davon haben (gestern wurde sie immerhin gebraucht), aber es kommt ja bald ein Einkäsehoch und da brauchen wir das Ding noch.

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Leider ist die Tasche etwas dick geworden, weil ich mal wieder das Material genommen habe, was im Hause war. Also auch etwas zu dickes Volumenvlies. So ist es aber schön kuschelig. Beim nächsten Mal würde ich ein ausgedientes Handtuch nehmen. Frottee hat sich als Einlage schon öfter bewährt.
Und mein Mann bat darum einen Außenstoff zu wählen, der auch zu seiner Garderobe passt. Mehr als Reste vom Bezug unserer Esszimmerstühle war da nicht zu finden. Aber der gefällt ihm ja auch.

Gürtelrock – Rockgürtel

wenderock-kerstin01Als ich für die Kita die Räuberhose entworfen habe, wollte unsere Tagesmutter einen passenden Gürtelrock (oder Rockgürtel) haben, um Taschentücher, Handy, Schnuller etc. immer bei sich tragen zu können. Nachdem ich den Wenderock „Midsommar“ in der Breite angepasst habe, ist dieses Teil entstanden. Nicht zum Wenden, dafür mit Taschen für allerhand Zeugs. Er ist auch nicht wirklich passend zu den Hosen, weil es die Tagesmutter nicht ganz so bunt mag, jedenfalls nicht am eigenen Körper. Weil sie sich aber nicht für einen Stoff entscheiden konnte, habe ich selbst entschieden, wie der Rock aussehen soll.

Und falls sie ihn nicht mag – umso besser. Dann näh ich ihn mir enger. Denn ich liebe diese Kombi aus der beerenfarbenen Stretch-Viskose und dem gemusterten Baumwollstoff. Sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich wundervoll an und schwingt traumhaft schön.

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wenderock-kerstinUnd hier ein Tragefoto. Der Wickelrock steht ihr doch wirklich gut, oder?

 

Nachtrag:
Sie findet diesen Rock so schön, dass es wohl kaum die Chance gibt, ihn wieder in meinem Kleiderschrank zu sehen. Ich muss ihn also für mich nochmal extra nähen.

Familienfotos auf Kissen mal anders

Für meine Oma sollte es zum 80. Geburtstag etwas Besonderes sein. Nicht unbedingt was Großes, Hauptsache aber selbst gemacht. Irgendwann habe ich ihr mal einen Kissenbezug geschenkt, selbst gestrickt. Heute würde ich den so nicht mehr verschenken. (Das trifft aber auf vieles zu, was ich mal mit Liebe hergestellt und verschenkt habe.) Also dachte ich mir, ich revanchiere mich mit einem besseren Kissen und ging auf die Suche im Netz.

Gefunden habe ich die wirklich süße Idee mit den Häuserkissen und nach etwas Überlegung wusste ich auch, wie ich da etwas Persönliches für meine Oma draus machen konnte. Und lustig sollte es am besten auch noch sein, das ist man so von mir gewöhnt. Dazu natürlich noch ein emotionaler Text wie sich das zum 80. gehört.

Für das hausförmige Kissen habe ich ein Dreieck mit Watte gefüllt und an ein altes quadratisches Kissen genäht. Und da drum kam dann der neue Bezug mit Hotelverschluss und KamSnaps (ich mach nur noch den). Das E-Book habe ich nicht extra gekauft, ich dachte, das krieg ich ja wohl auch so hin.

Gefällt es euch auch so?

Kissen als Haus

Kissen als Haus

(Entschuldigt bitte den ungebügelten Hintergrund. Da wusste ich noch nicht, dass ich das mal öffentlich zeigen werde.)