Nähanleitung für Gaumenfreuden #1: Pizza

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Während der Elternzeit ist der Dreikäsehoch viel öfter Zuhause, statt mit anderen Kindern zu spielen. Er will das so. Wahrscheinlich hat er Angst, neben dem Baby vergessen zu werden. Für mich bedeutet das jedoch, neben Füttern, Tragen, Krabbeln üben auch noch, den Erstgeborenen zu beschäftigen.
Zum Glück kann er das sehr gut allein, aber manchmal möchte ich auch einfach mal etwas Schönes mit ihm machen. Und Nähen, Malen, Basteln mach ich nun mal am liebsten. Und alles gleichzeitig geht noch besser.

Weil der Dreikäsehoch alles nachmacht und nachspielt, was so im Alltag passiert, brachte er mir neulich einen flachen Bauklotz eine leckere Pizza. Die gab es ein paar Tage zuvor bei uns. Das brachte mich auf die Idee, eine kleine Backstuben-Nähsession (oder lieber Nähstuben-Backsession?) zu veranstalten. Herausgekommen sind saftige Pizzen, an dessen Produktion ihr heute teilhaben dürft. Leckere Plätzchen gibt es im nächsten Beitrag.

Ihr benötigt:

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  • Fleece oder dünnen Filz in Teigware und allen anderen möglichen Farben – Blau eher nicht so 😉
  • Stoffmalstifte, Stoffmalfarbe, Schwämmchen, Stempel
  • Scheren
  • eine Nähmaschine

1.

Wie bei jeder guten Pizza, braucht ihr erstmal einen Teig. Legt dafür euren Fleece/Filz doppelt und schneidet die gewünschten Formen aus.

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Jeweils ein Teil wird nun dick mit Tomatensoße bestrichen bzw. mit Hilfe eines Schwämmchens und roter Stoffmalfarbe begetupft.

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2.

Dann bereitet ihr den Belag vor.

Schneidet aus dem farbigen Filz Lebensmittel eurer Wahl aus. Wir haben grüne Kreise für Zucchini, weiße Kreise für Zwiebeln, rosa Kreise für Salami, rote Bögen für Paprika und gelbe Streifen für den Käse gemacht.

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Damit man besser erkennt, um welches Lebensmittel es sich handelt, haben wir einige davon noch verziert.
Für die Zucchini habe ich dem Dreikäsehoch eine „Vorlage“ gemalt, die er dann mit einem Stoffmalstift auf die restlichen Kreise übertragen konnte. Ich war ehrlich überrascht, wie gut er das mit den Außenrändern hingekriegt hat.

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Die Salami habe ich auch wieder mit roter Farbe betupft, danach hat der Dreikäsehoch wieder dunklere Außenränder gemalt und rote Punkte aufgestempelt. Er liebt Stempeln!

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Fixiert alle bemalten/bedruckten Stoffteile nach Gebrauchsanweisung, z.B. mit Bügeln.

3.

Jetzt belegt ihr eure Pizzen und schaut, ob ihr genug Belag habt. Alles klar? Dann dürft ihr das Ganze jetzt fett mit Käse bestreuen!

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4.

Wenn euch die Pizza so gefällt, dann geht es jetzt zur Nähmaschine. Eigentlich wollte ich das Ganze nur mit Stoffkleber befestigen, damit der Dreikäsehoch noch mehr zu tun hat, aber ich habe mich dann doch dagegen entschieden. Es soll ja auch dauerhaft bespielbar sein.

Legt vorsichtig alle Belagteile runter und näht jede Schicht nach und nach einzeln wieder auf. Lasst dabei einen breiten Rand am Teig, damit er nachher schön aufgehen kann.

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5.

Nehmt nun das jeweils andere Teil eurer Teigformen, legt sie passend rechts auf rechts auf das Oberteil und näht beide mit einer großzügigen Nahtzugabe zusammen. (Diese anschließend nicht einkürzen.) Lasst eine Wendeöffnung an einer möglichst geraden Seite.

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Wendet die Pizza und schließt die Wendeöffnung. Ich habe das ganz faul gemacht, ihr könnt es aber auch schöner mit einem unsichtbaren Matratzenstich machen.

6.

Steppt nun noch den Rand ab. Lasst dabei mindestens soviel Platz zum Außenrand, wie eure Nahtzugabe breit ist. Deren überschüssiger Stoff innen formt einen wundervollen aufgegangenen Teigrand.

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7.

Ladet alle Freunde ein und genießt die heimischen Pizza-Spezialitäten.
Guten Appetit!

 

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