Anleitung: Negativ-Schriftzug und Foto auf T-Shirt drucken ohne Plotter

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Die Vorderseite des T-Shirts „Big Brother is watching me“ habe ich vor dem Zusammennähen mit einem Motiv nach meinen eigenen Vorstellungen bedruckt. Trotz ausgiebiger Suche im Netz nach einem lustigen Spruch für ein Kleiner-Bruder-Shirt habe ich nichts gefunden, was mir wirklich gefiel. Des Englischen ein wenig mächtig habe ich dann selbst einen kreiert. Zugegeben, so total einfallsreich ist das nicht. Deshalb hatte ich die Idee, tatsächlich den großen Bruder mit abzubilden. Sofort hatte ich ein Bild im Kopf, wie das Ganze aussehen sollte. Ich wollte die Buchstaben als Negativ in einer farbigen Wolke haben, über die der große Bruder guckt.

Da ich (noch) keinen Plotter habe, habe ich es so gemacht:

1.

Zuerst habe ich eine Skizze gemacht, wie mein Motiv später aussehen soll.

Dann habe ich ein passendes Foto vom Dreikäsehoch ausgewählt. Dies habe ich in einem Grafikprogramm so verändert, dass es gezeichnet aussieht. Ich habe mich außerdem dazu entschieden, die Farbe des Sprays wieder aufzunehmen.

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2.

Das Stoffstück, das bedruckt werden sollte, habe ich vorher nach meinem Schnittmuster zugeschnitten. So wusste ich am besten, welche Proportionen möglich sind und wo das Motiv nachher am besten aussieht.

3.

Im Bastelladen meines Vertrauens habe ich Klebebuchstaben und Textilspray gekauft.
Es gibt wiederverwendbare Klebebuchstaben, die extra für solche Projekte gedacht sind. Die waren mir aber viel zu groß (und zu teuer), deshalb habe ich ganz normale Aufkleber genommen. Das Spray ist das Fashion-Spray von Marabu.

Mit den Buchstaben habe ich dann meinen Spruch auf das T-Shirt geklebt.

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3.

Als nächstes habe ich den Stoff mit den Aufklebern auf eine Pappe gelegt und mit dem Textilspray eine farbige Wolke über die Buchstaben gesprüht.

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Beim nächsten Mal würde ich vorher ein Stück Freezer Paper/Stickvlies o.ä. in der Form des Bildes als Schablone dorthin bügeln, wo später das Bild auch hinkommt. Dadurch vermeidet man, das an diese Stelle Sprühfarbe kommt und später hinter dem Bild zu sehen ist. (So wie bei mir.)

4.

Die Farbe habe ich nach Herstellerangaben trocknen lassen und die Buchstaben vorsichtig wieder abgezogen. Ich habe sie wieder zurück auf den Klebebogen geklebt, so kann ich sie später hoffentlich nochmal benutzen.

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5.

Mein Bild habe ich mit einem Tintenstrahldrucker auf Bügelfolie gedruckt. (Achtung: Vergesst nicht, das Motiv vorher zu spiegeln, wenn euer Drucker das nicht automatisch tut.)

Das gedruckte Bild habe ich dann ganz nah an der Kontur ausgeschnitten und auf die gewünschte Stelle gebügelt.

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Nachdem ich die Bügelfolie abgezogen habe, habe ich alles noch einmal fixiert, indem ihr darüber gebügelt habe. (Achtung: Nehmt Backpapier, damit euer Kunstwerk nicht am Bügeleisen kleben bleibt.)

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6.

Weil ich so im Druck-Bügel-Modus war, habe ich meine Logo diesmal nicht auf ein Label, sondern direkt in das Motiv gedruckt. Das mache ich auch mit der Bügelfolie.

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Die Ränder der Klebebuchstaben sind nicht ganz sauber, aber das finde ich an dieser Stelle gar nicht schlimm. Wer es richtig machen will, nimmt Buchstaben aus Freezer Paper oder Fixier-Stickvlies. Die gibt es zu kaufen oder ihr schneidet euch welche mit dem Cutter zurecht. Das war mir aber für den ersten Versuch zu teuer bzw. zu aufwendig.

7.

Als der kleine Ausflug in die fabelhafte Welt des Stoffdruckes beendet war, habe ich das T-Shirt fertig genäht.

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Ich bin absolut begeistert von dem Ergebnis. Vor allem gefällt mir die Kombination Positiv-Bild und Negativ-Buchstaben sehr.

Euch auch? Dann wünsche ich mir nichts sehnlicher, als hier eure Werke zu sehen. Ich freu mich jetzt schon!

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