Spielideen für den Garten aus Plastikflaschen und einem alten Rasenmäher

Der Sommer kann uns mal! Wir spielen draußen, wann immer wir Lust haben. In Regenklamotten ist es sowieso egal, ob das Wasser von oben oder aus der Matschanlage kommt.

Diese Woche haben wir unseren Garten verschönert. Vor allem durch so banale (aber leider absolut notwendige) Dinge wie Unkraut zwischen den Gehwegsteinen entfernen, Müll entsorgen, Rasen mähen, begonnene Projekte abschließen…
Eins davon war ein Kegelspiel aus Plastikflaschen, in der ein Hof in der Umgebung seine Milch verkauft. Leider sind es keine Pfandflaschen. Und weil ich die Form so mag, wollte ich immer etwas damit machen. Also hab ich einen Großteil gespült und die echt fiesen Aufkleber abgefriemelt. Nach und nach kamen hier und da ein paar neue Ideen zusammen und so ist aus dem Kegelspiel Fußball-Bowling geworden. Das liegt nicht nur an der Zahl der entstandenen Kegel, sondern auch an der Schwere, der nun mit Wasser (und Lebensmittelfarbe) gefüllten Flaschen.

garten spiele upcycling fussballbowling 01

Und weil trotzdem noch Flaschen übrig sind, habe ich zwei Wurfspiele gebastelt. Einfach die Flaschen durchtrennen und schwupps, hat man zwei verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten. Gut, der Dreikäsehoch muss jetzt sehr viel üben, um das motorisch hinzukriegen. Und der Zweikäsehoch macht sowieso, was er will.

garten spiele upcycling wurfspiel 01

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Beim Aufräumen wurde ein alter Rasenmäher zum Ausschlachten zur Seite gestellt. Eine kleinere Version ist mit ausgebautem Messer schon zum Spielmäher umfunktioniert wurden. Dieser hier ist aber doch etwas zu groß. (Wo kommen eigentlich die ganzen kaputten Rasenmäher her?) Das Gerät selbst hat nun einen neuen Platz in der Outdoor-Abstellkammer bekommen. Und der Fangkorb ist jetzt unser neuer Basketballkorb. Mit Washi-Tape, das nicht mal eine Stunde hielt, und einer Zielscheibe (heißt die so?) aus Pappe erkennt man es auch. Auch hier ist noch einiges an Übung notwendig. Aber unser Garten ist an nur einem Tag zu einem top Outdoor-Spielplatz mutiert, an dem es in jeder Ecke etwas zu tun gibt.

garten spiele upcycling basketball

Ich garantiere euch, da kommt noch mehr. Wir haben hier noch so viel Müll Ideen herum liegen.

Pimp my Shirt #1

„Pimp my Shirt“ wird eine neue, kleine Reihe von Ideen, die in meinem Kopf entstanden oder aus dem weltweiten Netz nachgemacht sind. Nummer eins habe ich mir ganz allein ausgedacht.

Neulich habe ich einen wundervollen Spruch gelesen: „Das ist keine Unordnung, hier liegen nur überall Ideen rum.“ Ich muss sagen, das trifft den Nagel auf den Kopf. Wer schonmal in einem unserer Hobbyräume (Werkstatt, Nähzimmer, etc.) war, weiß, wovon ich spreche.
In meiner Bastelecke lag zum Beispiel so eine wirklich unschöne Fensterdeko aus Filz herum, die – warum auch immer – mal an einem Geschenk für mich hing. Meiner „Das kann ich vielleicht noch gebrauchen“-Haltung (neudeutsch: Upcycling) habe ich es zu verdanken, dass sie noch nicht im Müll gelandet ist.

t-shirt upcycling pimpen schablone filz

Soweit zur Vorgeschichte. Momentan werfe ich alles aus meinem Kleiderschrank, was ich nicht mehr oder nicht gern anziehe. Dadurch ist es passiert, dass ich so gut wie keine T-Shirts mehr habe. Die Eigenproduktion hat begonnen, aber ich habe ja noch soooooo viele andere Ideen, die auf meinem Tisch oder in meinem Kopf herum liegen. Manche T-Shirts habe ich auf einen Stapel in mein Nähzimmer gepackt, um sie irgendwann an meine Vorstellungen anzupassen.

Das rosa Shirt war auch dabei. Sah immer aus, als wär es Nachtwäsche und ist deshalb aus dem Kleiderschrank gewandert. Und dann lag da diese Filzdeko rum. Und weil ich gerade total gerne mit Textilfarbe herum experimentiere, habe ich das Filzding kurzerhand als Schablone benutzt. Denn das Motiv ist ja doch ganz nett. Mit dem Pinsel habe ich einfach drumherum getupft, nicht ganz so ordentlich, aber das sollte so.

Soviel Text für nur zwei schnelle Bilder. Bitte verzeiht mir, aber das wollte alles unbedingt aus meinem Kopf. Vielleicht, damit neue Ideen darin Platz finden. Hier kommt mein neues Shirt, das ich jetzt wirklich gern anziehe.

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Bald kommen noch viel mehr dazu. Wie gesagt, ich habe einen ganzen Stapel. Und Kinder 😉

Upcycling: Fußballtrikot für’s Baby von Papas Lieblingsverein

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Gleich vorneweg: Es geht hier nicht um „unseren“ Papa. Wir haben mit Fußball soviel am Hut, wie Boateng mit unfreundlichen Nachbarn. Wir stehen damit ziemlich allein da, nichtmal bei EM und WM haben wir einen blassen Schimmer, wer es ins Finale geschafft hat.
Heute geht es deshalb um ein etwas aufwendigeres Projekt für einen fußballbegeisterten kleinen Mann in spe. Wobei nicht auszuschließen ist, dass wir davon auch mal zwei haben werden. Nur von uns haben sie’s dann nicht!

Ein bekanntes Elternpaar bat mich, aus Papas ausgedientem Fußballtrikot ein neues für den Sohnemann zu nähen. Wie immer hatte ich freie Hand, was daraus werden soll, nur der Sponsor durfte nicht wieder auftauchen.
Zuerst habe ich mich versichert, dass ich das heilige Trikot wirklich zerschneiden darf. Und dann habe ich versucht, so viele Details wie möglich zu erhalten. Leider habe ich keine Vorher-Bilder von den Details gemacht, also muss das Endergebnis reichen. Hier ist es (an meinem absoluten Drittlieblingsmodel):

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Die drei Streifen vom Ärmel und das Vereinslogo habe ich abgetrennt und vorne wieder drauf appliziert.

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Die Ärmel hatten einen zusätzlichen weißen Streifen eingenäht. Ich habe das Schnittmuster so aufgelegt, dass ich möglichst viel davon und einen Rest der drei Streifen erhalten kann.

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Die Rückseite ist im Prinzip gleich geblieben, nur eben auf viel weniger Fläche.

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Den Kragen fand ich auch so cool, dass ich ihn vom Original komplett abgetrennt und für das Babytrikot gekürzt und wieder angenäht habe. Dadurch schmiegt er sich nicht ganz so schön um den Hals, aber es sieht trotzdem richtig gut aus.

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Und hier nochmal das komplette Werk von vorne und hinten.

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Also, wie gesagt, verschont mich bitte mit Kommentaren über den richtigen oder falschen Verein 😉
Über sonstiges Feedback freue ich mich jedoch sehr!

Nie mehr ohne Mottis Hosen

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Wer es nicht mehr hören kann, der überlese bitte den nächsten Satz. Mottis Jeans ist bisher das beste Schnittmuster, was mir auf den Nähtisch gekommen ist. Passform, Design, Sympathie der Erfinderin – alles passt! Und weil ich meine Familie beauftragt habe, mir jegliche Hosen zu geben, die nicht mehr benötigt werden, kann ich jetzt soviel Jeans zaubern, wie es das Leben mit zwei Kindern zulässt.

Nach der Sternenjeans und den beiden Sommerhosen kommt hier nun die nächste Version. Opas alte Hose (hübsch, so ganz in beige) wurde mit hellblauem Streifencord gemixt. Der Seitenstreifen musste rein, weil der Zuschnitt diesmal irgendwie zu eng geraten ist. Er frischt die altmodische Farbe aber auf und macht eine sportlich-elegante Hose draus.

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Taschenfreuden: Patchwork aus alten Jeans

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Taschen sind ja nicht so mein Ding. Ich brauche eine, die meine Ansprüche an eine Alltagstasche erfüllt und damit hat es sich. Wie die aussieht, erfahrt ihr bald. (Mit Schuhen bin ich da übrigens ähnlich pragmatisch.)
Zum Glück habe ich Verwandtschaft, die weiß, was sie will. Und so nähe ich manchmal etwas, was ich mir selbst nie ausgedacht hätte, was aber trotzdem handwerklich gut sein muss. Und was mir hilft, später eigene Ideen besser formulieren und umsetzen zu können.

Meine Tante hat sich eine Patchwork-Tasche aus (ihren) alten Jeans gewünscht, mit klaren Vorstellen über Maße, Nutzen, etc. Nicht aber zum Aussehen, da hatte ich freie Hand. Es gab also kein Schnittmuster und ich habe alles selbst designt. Außen und innen habe ich versucht, soviel wie möglich Taschen und andere Originalteile zu nutzen. Gekauft sind nur das Garn und die Ringe/Karabiner für den Träger.
Ich weiß jetzt, dass Taschen viiiieeel kraft- und zeitaufwändiger sind, als Klamotten! Nach vielen Fehlern, Wiederholungen, Stichen in meine Finger ist die Jeans-Patchwork-Tasche endlich fertig geworden.
Leider wohnt meine Tante nicht hier und so brauchte ich vor dem Postversand jemanden, der mein Werk bestmöglich präsentiert. Ich habe sie gefunden! Katja hat mich heute auf einem Spaziergang durch meine Hood begleitet und war ein sehr inspirierendes Modell. DANKE. Die Herausforderung war jedoch, nicht die Person, sondern die Tasche zu inszenieren. Das war ganz neu für ich.

Ob mir die Tasche und das Fotoshooting gelungen sind, findet ihr auf den folgenden Bildern heraus.
Achso, ich freue mich total über euer Feedback zu beiden Premieren 😉

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Jacke WildLife fast ohne wildes Leben

Ich gehöre ja zu den eher bequemeren Hobbynäherinnen, die ein gutes Schnittmuster immer wieder benutzen, statt ständig neu zu denken. Also habe ich mein erstes Lieblingswerk neu aufgelegt und die Jacke „WildLife“ von Trollis Nadelwald wieder genäht. Diesmal allerdings ohne Ohren und Schwanzapplikation. Irgendwie kam mir das schon zu kindisch für den Dreikäsehoch vor. Wie bescheuert, das Kind ist zweieinhalb!
Egal, ein bisschen musste auch hier das wilde Leben auftauchen und so habe ich den wundervollen „Camping“-Jersey von Lillestoff für Kapuzen- und Taschenfutter genommen. Der ist ja sowas von kindisch! Und so süß!

Hier Bilder von einer grauen Jacke an einem grauen Tag.

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Ein Wiegetuch für meine Hebamme

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Heißt es eigentlich „meine Hebamme“? Oder ist es die Hebamme von meinem Kind? Jedenfalls habe ich sie sehr gern und freue mich über jeden Auftrag, den ich für sie nähen darf. Zu meinem Glück kann sie ihre Waschmaschine nicht so recht bedienen und hat ihr Wiegetuch nach und nach verkleinert. Es musste also ein neues her.

Der Schnitt besteht aus nur zwei Halbkreisen, jeweils für innen und außen. Die Beinlöcher sind leider etwas zu niedrig geraten. Wenn ihr das auch mal näht, dann macht sie schön weit oben hin, damit auch Riesenbabys möglichst lang Platz im Wiegetuch haben. Die Träger habe ich nicht symmetrisch aufgenäht, sondern etwas versetzt zum Kopfteil hin, um eventuelle Gewichtsunterschiede der einzelnen Körperteile auszugleichen.

Ja, so einfach ist das. Und weil ich meinen Besuch bei dieser jungen Dame mit dem Wochenbett-Meeting der Mama und Hebamme kombiniert habe, konnte ich gleich noch Bilder machen.

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