Wolken sehen auf T-Shirt Max

Da schlafen die Kinder schon um 18 Uhr tief und fest! Gut, wir sind auch alle krank… Aber das gibt mir doch die Möglichkeit, euch noch ein paar Nähergebnisse zu zeigen, die zwar schon fertig fotografiert sind, aber es immer so spät auf diese Seiten schaffen.

Ich bin ja furchtbar pragmatisch, was das Nähen angeht. Klar, es geht mir, wie vielen von euch auch, darum, kreative Unikate selbst herzustellen. Ich nähe aber auch, weil gekaufte Klamotten meistens Schrott sind oder nicht das, wonach ich suche. Und auf diesen Trichter ist inzwischen auch Alex gekommen, dem T-Shirts egal welcher Marke oder Qualität entweder zu weit oder zu kurz sind. Also bekommt er nach und nach eine neue Garderobe. Das ist eine harte Herausforderung, denn der Mann beherbergt in seinem Schrank mindestens doppelt so viele Klamotten wie ich.
Pragmatisch bin ich auch, was die Schnitte angeht, nach denen ich nähe. Passt einer, wird der durchgenäht, bis mir langweilig wird. Aber was soll an T-Shirts schon langweilig werden? Da kann man ja unzählige Sachen mit anstellen.

Für die schmalen Schultern von Alex ist „Max“ von pattydoo mit seiner Passe optisch perfekt. In der Breite muss ich den Schnitt je nach Stoff doch erstaunlich viel anpassen. French Terry zum Beispiel ist wenig dehnbar und auch gute, feste Jerseys brauchen sehr viele zusätzliche Zentimeter an den Seiten. Für dieses Shirt habe ich deshalb einen extra Seiten-Streifen eingenäht, nachdem mir die enge Passform bei der ersten Anprobe unangenehm aufgefallen ist.

Für den Druck vorne habe ich wieder meine Buchstabenstempel rausgekramt und aus Fixier-Stickvlies (funktioniert wie Freezer Paper) eine Wolke ausgeschnitten. Diese habe ich aufgebügelt und dann mit dem Stempeln begonnen. Jeden Buchstaben einzeln und mit leichtem Farbverlauf.

Hier seht ihr den später eingenähten Seitenstreifen, den ich mit einem Fake-Coverstich abgesteppt habe. Mache ich nie wieder bei großen Größen! Was für eine Heidenarbeit!

Statt Passe kann man das Rückenteil von „Max“ einfach nach vorn verlängern. Perfekt, um schmalen Schultern etwas mehr Breite zu geben.

Und was steht da jetzt eigentlich drauf? „Wolken sehen heißt Zuhause (zu) sein“. Ich war mir mit der Grammatik irgendwie nicht einig… WOLKE ist unser Familienname und so finde ich dieses Shirt mal wieder ganz schrecklich romantisch.

Und hier noch das Label aus SnapPap; das letzte seiner Art. Die neuen stelle ich euch auch bald mal vor.

Der Jersey ist übrigens nicht weiß, sondern beige und ganz leicht meliert. Ich finde die Farbe wundervoll und habe für mich gleich etwas mehr mitbestellt.

Wie macht ihr das denn mit den Schnittmustern? Probiert ihr gerne neue aus oder bleibt ihr auch beim Bewährten? Erzählt doch mal!

Fußsack für den Buggy aus alter Jacke und Sitzbezug

Es geht jetzt mit schnellen Schritten auf den Frühling zu, deshalb muss ich euch auch noch schnell mein absolutes Upcycling-Werk präsentieren. Sogar fast ohne nähen.
Nachdem ich gestern mit euch das Trage-Zeitalter abgeschlossen habe, kommt heute die passende Fortsetzung. Als der Kinderwagen zu klein wurde und wir auf einen Buggy umgestiegen sind, habe ich nach einem passenden Fußsack Ausschau gehalten. Unser Buggy war ein Flohmarkt-Schnäppchen, aber die Preise von Schaffell-Fußsäcken haben mich eher zur Schnappatmung veranlasst. Also bin ich ganz tief ins Messe-Lager abgestiegen und habe nach wärmenden Stoffen aus der Restekiste der Schwiegereltern gekramt. Gefunden habe ich eine alte Winterjacke und einen Sitzbezug für den Autositz aus Fellimitat.

Ja, und das ist auch schon so ziemlich das Ende der Geschichte! Bei der Jacke habe ich die Ärmel abgeschnitten und diese und den Saum zugenäht. Den Sitzbezug habe ich einmal umgestülpt, so dass er nicht über einen Sitz, sondern um Kinderfüße passt. Dann habe ich an passender Stelle Schlitze hineingeschnitten, dass gerade so die Gurte durch passen.
Beides habe ich ineinander gelegt und am Buggy befestigt. Et voilá! Fertig ist er schon, der sehr warme Fußsack.

Die Fotos sind leider nur mit dem Handy geschossen, ich hoffe aber, ihr erkennt das Ergebnis.

Es gibt bestimmt schönere Varianten. Allein eine sauberere Ausführung hätte schon etwas dafür getan. Aber nächstes Jahr brauchen wir den Fußsack vielleicht schon nicht mehr und er erfüllt seinen Zweck ganz ausgezeichnet.

So sieht der Fußsack mit offener „Jacke“ aus:

Und so mit geschlossener „Jacke“:

Die Taschen an der alten Jacke sind außerdem ziemlich praktisch für Schlüssel, Taschentücher und was man sonst noch so unterwegs dabei haben sollte.

So schnell kann es gehen. Mehr gibt es dazu auch nicht mehr zu sagen. Oder habt ihr etwa noch eine Frage?

Schnabelinas Trageeinsatz aus Softshell

Vor einer gefühlten Ewigkeit (länger als drei Jahre kann es nicht her sein) habe ich einen Trageeinsatz für meine Wetterjacke nach Schnabelinas Anleitung genäht. Und jetzt, wo wir unseren Zweikäsehoch nicht mehr tragen – zumindest nicht vor dem Bauch –, habe ich das gute Stück an eine Freundin weitergegeben. Um diese schöne, wenn beim zweiten Kind auch eher kurze Zeit, abzuschließen, zeige ich euch heute unseren Trageeinsatz.

Zuerst hatten wir uns überlegt, ob wir ein ähnliches Zipper-System, wie beim Kumja nutzen, um unsere verschiedenen Jacken tragen zu können. Der Einfachheit halber haben wir uns dann allerdings für meine dunkelblaue Allwetterjacke entschieden. Die ist relativ unisex und wenn Alex das Kind getragen hat, hatte er eben meine Jacke an.

Das war meine berechnete Form. Eine super Anleitung für „eure“ Form bekommt ihr, wie schon geschrieben, bei Schnabelina.

Unser Trageeinsatz ist aus Softshell genäht. Ein Traumstöffchen für die Nähmaschine! Da Softshell innen schon angeraut ist, habe ich auf die doppellagige Variante von Schnabelina verzichtet und nur den Kopfteil und den Tunnel mit Jersey „gefüttert“.

Als ich fast fertig war, fand ich den schwarzen Keil da in meiner Jacke ganz schön unschön und habe schnell noch einen Stern aus Jersey appliziert. Wasserdicht ist das gute Stück ja so oder so nicht, aber bei strömendem Regen wäre ich wohl auch nicht auf die Idee gekommen, mit Baby einen Spazieren zu gehen. Obwohl, eine Wanderung durch einen dämmernden Wald bei einem wirklich fiesen Wintersturm hatten wir doch schon…

Eigentlich hatte ich die Entstehung meines Trageinsatzes mitfotografiert. Aber das ist wirklich schon so lange her, dass ich keine klaren Bildbeschreibungen mehr geben könnte. Deshalb gibt es heute auch nur zwei Bilder (mit einem merkwürdigen Gelbstich).

Würde ich noch einmal so ein Ding für diese Jacke nähen, gäbe es wohl noch einen Streifen, den ich über den Klett kletten würde 😉

Und da ist auch der Zweikäsehoch. Kuckuck.

Das ganze sieht wirklich schwieriger au, als es ist. Wie alles im Nähstübchen dauert es aber seine Zeit, bis man den Trageinsatz fertig hat. Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß bei eurer Variante.

Eine Wickelkommode für Anspruchsvolle

Eigentlich schäme ich mich sehr für unser braun-komplettgefliestes Bad mit brauner Keramik wohin das Auge blickt, obwohl ich als Mieterin gar nichts für die Wohntrends der 70er Jahre kann. Am Wochenende war Alex jedoch mit den Kindern einkaufen und ich hatte Zeit und Ruhe (ohne dauerklopfende, schreiende Kinder hinter der geschlossenen Tür und ohne neugierige Griffe kleiner Händchen in die mit Chemikalien vollgegossene Toilette), das Bad mal wieder blitzeblank zu putzen. Und wie ich so unsere Wickelkommode auseinandernehme, dachte ich, die gehört eigentlich auch auf diesen Blog.

Kurz bevor der Dreikäsehoch auf die Welt kam, baten wir all unsere Familienmitglieder, uns nicht schon im Krankenhaus zu besuchen. Wir wollten erstmal schauen, was die neue Situation mit uns macht. Nun gibt es aber diesen einen Elternteil, für den grundsätzlich andere Dinge gelten, und so besuchte uns mein Vater (den ihr bereits von der wundervollen, handgenähten Eisbärjacke kennt) am Tag nach einer sehr langen und schmerzhaften Nacht. Er kam allerdings nicht mit leeren Händen!

Lange angekündigt wurde uns ein geheimnisvoller, ganz besonderer Wickelaufsatz für die Bestseller-Kommode von IKEA, die wir bereits als Wickelkommode vorbereitet hatten. Eine geschichtete Wickelauflage aus Schaumstoff hatte ich auch schon gekauft, also habe ich unsere Wunschmaße durchgegeben. Breit musste sie sein, damit wir viel Platz für Kind und Kram hätten.
Der Clou des selbstgebauten Aufsatzes meines Vaters ist die nach innen gewölbte Liegefläche. Bis unsere Kinder ihre Gliedmaßen wirklich unter Kontrolle hatten, haben sie es tatsächlich nicht geschafft, sich auf die Seite (und damit runter vom Wickeltisch) zu rollen.
Weitere wesentliche Details zur Verarbeitung müsste ich jetzt von meinem Vater erbitten…

Der Rollschutz stellte sich jedoch schnell als Nachteil heraus. Die Fläche war zwar ausreichend groß, für alle Utensilien, aber die rollten jetzt immer auf das Kind. Gerade am Anfang hatten wir noch eine kleine Waschschüssel etc., die einen geraden Untergrund benötigte. Also habe ich einen neuen Bauauftrag an Alex weitergegeben. Und schwups, hat er eine angrenzende Ablage mit integrierten Mülleimer entwickelt und an den Wickelaufsatz geschraubt.

Nach und nach fielen uns dann noch weitere Ergänzungen ein, die die Wickelkommode zu einem vielseitig nutzbaren Möbelstück aufstiegen ließ. Unter die neue Ablage habe ich mir vom Schwiegervater ein provisorisches (darüber hinaus ist es nie gekommen) Windelfach zimmern lassen und den Leerraum hinter der vorgerückten Kommode hat Alex mit einem ausrollbaren Regal bestückt, welches uns als Lager für Klorollen und Hygieneartikel dient.

Die MALM-Kommode, die als Basis für das ganze dient, haben wir geköpft und an unsere großen Körpermaße angepasst. Da die obere Schublade nicht mehr hinein passte, haben wir nur den Schubladenboden erhalten und somit en offenes, vorzeigbares Fach geschaffen. Dort lagern im Normalfall die Moltontücher, die als wärmender Untergrund auf der Wickelauflage liegen. (Da zum Zeitpunkt der Fotos noch ein riesiger Wäscheberg darauf wartete, zusammengelegt und eingeräumt zu werden, sind hier keine Moltontücher zu sehen.)

Die gekaufte Wickelauflage war nach recht kurzer Zeit ziemlich unansehnlich und so habe ich einen neuen Bezug aus beschichteter Baumwolle genäht, der unten einen Hotelverschluss hat. Die Auflage bleibt an ihrem Platz dank eines Antirutschgitters für Teppiche.

Zufälligerweise hat der Bezug das gleiche Design wie der Toilettenhocker vom Dreikäsehoch, der parallel angeschafft wurde. Die Schubladen habe ich mit Washi Tape mit den Anfangsbuchstaben der Kinder beklebt. Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber bis auf Draußenjacken, Matschhosen und Schlafklamotten hat jedes Kind genau nur so viele Klamotten, wie in eine MALM-Schublade passt! Also mehr Nähen als nötig ist hier nicht drin.

Nach und nach habe ich diverse Boxen für Kleinkram ausprobiert. Mal mit Stoff beklebte Pappkisten, mal gekaufte. Momentan sind es diese hier, die ganz gut zum genähten Kissenbezug für eine stoßfreie Wickelzeit passen.

Also ich muss sagen, die Anzahl der IKEA-Produkte dürfte in etwa die gleiche sein, wie die im Rest der Wohnung.

Wenn der Zweikäsehoch trocken ist, dann steht dieser wunderschöne, riesige, rollschutzsichere Wickelaufsatz zum Verkauf. Ihr dürft gerne schon einmal Interesse anmelden. Er ist etwa 90 cm breit und 70 cm tief. Wenn das nichts ist!

Drachenzähmen (ist nicht) leicht gemacht

Wenn ich mich bei Facebook und Pinterest umschaue, muss ich feststellen, dass ein Drachenkostüm nicht sehr einfallsreich ist. Aber das war ja auch nicht meine Idee!

Zu Weihnachten wollte ich dem Dreikäsehoch Drachenflügel nähen, da er sich zu dieser Zeit voll im Fabelwesenrausch befand. Aber wie alle Geschenkideen aus dem Hause rabaukenrabatz ist es auch dazu im letzten Jahr nicht gekommen. Angefangen hatte ich; aber nachdem ich viel zu kompliziert gedacht und gewerkelt hatte, lagen die halbfertigen Flügel wochenlang im to-do-Regal.

Am Donnerstag ist im Kindergarten Karneval angesagt und das Kind braucht ein Kostüm. Und siehe da: Als ich ihn fragte, als was er gehen möchte, sagte der Dreikäsehoch doch tatsächlich, dass er ein Drache sein möchte. Was hat sich die Mama da drüber gefreut!

Also habe ich mich auf den oben genannten Plattformen ein wenig inspirieren lassen und nach einem Overall als Grundlage gesucht. Fündig bin ich in der Ottobre Kids 06/2015 geworden und habe den „Pupuliini“ ohne Taschen und ohne die dazugehörige Kapuzenmütze genäht. Stattdessen habe ich einen Beanie-Schnitt umgewandelt und in alle hinteren Nähte mit Volumenvlies gefüllte Zacken und einen Schwanz eingenäht.
Für die Flügel habe ich mich an den Bildern aus unserem umfangreichen Fabelwesenbuch orientiert und drei Lagen (Stoff – Style-Vil/Volumenvlies – Stoff) mit einem engen Zickzackstich zusammengenäht. Wie ich das genau gemacht habe, zeige ich euch in einem extra Beitrag. Die Flügel haben eigentlich Träger aus breitem Gummi, damit sie auch einzeln bespielt werden können. Für die Party habe ich sie allerdings mit ein paar Stichen am Overall befestigt. So rutschen sie beim Luftballontanz nicht herunter… 😉

Und weil der „große“ Drache befand, dass der kleine Bruder als Babydrache zum Karneval gehen soll, gab es noch ein zweites paar Flügel, etwas kleiner, aber genau so niedlich.

Bevor jetzt die Bildern kommen, muss ich noch ein Geständnis ablegen:
Die kleinen Drachen sind manchmal wirklich welche. Auch ohne Flügel. Auch bei ausgehandelten und mit Gummibärchen belohnten Fotoshootings. Aber das sieht man auf den Bildern gleich nicht mehr, weil ich auf diesem Blog keine Bilder von zeternden Kindern und genervten Eltern zeige. Aber die gibt es, immer und immer wieder! Puh, jetzt st es raus… Wir wollen euch ja hier keine heile Welt vorgaukeln, wo wir doch für die Kunst so viele Strapazen auf uns nehmen! 😀

So, jetzt geht es aber los mit der positiven Auswahl unseres Fotoalltags und den ganz zuckersüßen Drachenkostümen.

Das ist er, der große Drache.

Und hier die Flügel aus Deko-Vil in Großaufnahme.

Hier konnte ich das Biest noch bändigen…

Die Mütze, die wie ein Helm aussieht.

Und unten dran Mitwachs-Bündchen.

Und das sind die kleinen Baby-Flügel aus Volumenvlies.

Und weil Alex mir bei der gar nicht so leichten Drachenzähmung geholfen hat, durfte er noch ein bisschen mit dem Licht experimentieren. Hier seht ihr den Drachen im Lichtschein des lodernden Höhlenfeuers:

Und zu guter letzt: So könnten die Kostüme dann in Aktion am Donnerstag aussehen. 

Mein erstes Fazit: Feuerwehrmann Sam oder ein Ninjago-Kreger wäre nicht einfallsreicher gewesen.

Mein zweites Fazit: Ich werde noch einen Overall für Zuhause nähen. Und noch viel mehr Flügel. Ein paar elfengleiche sind schon für Inga von Blix näht in Planung.

Cardigan ROM mit fabelhafter Applikation

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Der Dreikäsehoch hat Fabelwesen entdeckt. In einem Buch, dass schon meine viel jüngeren Geschwister fasziniert hat, haben wir alle möglichen und unmöglichen Wesen entdeckt. Oder wisst ihr etwa schon, was ein Mantikor oder ein Catoblepas ist?
An Karneval möchte sich mein Sohn zu meiner großen Freude als Drache (eigentlich soll es ein Leviathan sein) verkleiden. Das Kostüm ist bereits seit November in Arbeit, zumindest die Flügel sollten eigentlich ein Weihnachtsgeschenk werden.

Bevor ich mich allerdings an einen grünen Drachen-Overall mache, habe ich es vorerst mit einer einfachen Jacke versucht. Die ist zufällig auch grün, hat aber nichts mit einem feuerspeienden Riesen zu tun, sondern mit einem ganz anderen geflügelten Wesen. Auf einem völlig verwaschenen Sweatshirt meines Mannes aus den 90ern (zumindest sah es so aus) habe ich einen auch schon ziemlich verwaschenen Aufdruck eines nasgehörnten Pegasus gefunden. Und weil es gerade so schön passte, habe ich diesen Teil des Pullovers ausgeschnitten und auf einen frisch genähten Cardigan ROM von Rapantinchen appliziert. Während des Nähens fand ich meine Farbauswahl ganz furchtbar, das Grün mit dem Grau gefiel mir plötzlich überhaupt nicht mehr. Mit ein bisschen buntem Garn und knallgelben Druckknöpfen konnte ich mich am Ende aber doch damit anfreunden. Das hat auch ein wenig die schon ziemlich ausgeblichene Pegasus-Vorlage aufgepimpt. Ich hätte natürlich einfach ein eigenes Motiv aufdrucken können, aber mir gefällt der Gedanke, dass unsere Kinder Dinge an oder bei sich tragen, die schon vor ihrem Dasein eine Bedeutung für uns hatten. (Obwohl sich mein Mann in diesem Fall nicht mal an das Sweatshirt erinnern konnte ;))

Die Jacke habe ich an den Seiten nochmals mit einem zusätzlichen Streifen verbreitert, sonst hätte ich sie gleich in eine Klamotten-Kiste für den kleinen Bruder legen können. So habe ich schon öfter Selbstgenähtes gerettet, das zu eng zugeschnitten war. (Wer so einen Streifen ganz geplant als Highlight einsetzen möchte, der kann sich schon mal auf ein neues E-Book von der Ostseepiratin vorfreuen. Mehr verrate ich aber noch nicht, sondern versuche für das Probenähen noch ein zweites Exemplar zu kreieren.)
Für die Taschen habe ich mich für einen Federnstoff entschieden, das fand ich irgendwie passend. Welch mythische Bedeutung Federn allerdings haben könnten, weiß ich auch nicht. Immerhin können sie auch luftig-leicht durch die Welt fliegen wie ein Pegasus.

Ja, ihr wollt jetzt sicherlich auch was sehen. Na dann mal los. Der Dreikäsehoch hat seit Wochen mal wieder durchgeschlafen und war heute so ausgeglichen, dass ich glatt ein paar Bilder von der bereits im Dezember entstandenen Jacke machen konnte. Wenn es doch immer so leicht gehen könnte…

OK, auf geht’s!

Auf den Bildern kommen die Farben nicht gut rüber. Das Grün ist zwar nicht gerade strahlend, aber etwas kräftiger ist es doch.

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Die eingesetzten Taschen werde ich beim nächsten Mal weglassen. Sie werden maximal zum Sammeln von benutzten Taschentüchern genutzt. Und die landen dann wohl wo?

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Um die Taschen abzusteppen hatte ich Lust auf Zierstiche. Hätte ich auch lassen können. 😉

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Und hier der nasgehörnte Pegasus auf der Rückseite.

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Gelb und Orange sind mein kleiner Kontrast zu den sonst eher farblosen Stoffen.

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Und dann ist der Dreikäsehoch fast selbst davon geflogen…

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Ich habe eine ganze Kiste voll mit bedruckten oder bestickten Altkleidern, um sie irgendwann für eine Applikation zu zerschneiden. Tatsächlich habe ich diese Sammlung auch schon zweimal benutzt. (Der Großteil meiner diversen Sammlungen fristet allerdings ein Dasein in Vergessenheit.)
Habt ihr auch alte Shirts, die auf eine zweites Leben warten? Vielleicht ist das ja auch etwas für euch?
Ich freue mich, von euch zu hören und zu lesen,

Stef

Kleine Taschen mit verstellbarem Träger durch KamSnaps

Vom Weihnachtsmann (alias meine Mutter) habe ich den Auftrag bekommen, drei Taschen für ihre drei anderen Enkel zu nähen. Weil die Taschen schnell gemacht sind, wie ich euch ja bereits schon beschrieben habe, habe ich mich mal an Tüddelkram versucht, zumindest an der Version, bei der ich die Rundum-taschen vergessen habe. Tüddelkram ist ja bisher nicht so meine Stärke und dieser popelige Bändchen-Herz-Anhänger hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert.

Alle Taschen haben ein Etikett aus SnapPap mit dem Anfangsbuchstaben der Kindernamen erhalten, die ich mit einer Öse und dickem Wollfaden befestigt habe. Eigentlich hatte ich das SnapPap für meine neuen Label besorgt, aber die mache ich jetzt doch anders (mehr dazu bald). Zudem sind die Träger längenverstellbar; das hatte sich die „Weihnachtsfrau“ so gewünscht. Das habe ich ganz einfach mit KamSnaps gemacht. Einmal ist jeweils ein Knopfteil an der Tasche selbst befestigt. An einer Trägerseite sind in bestimmten Abständen dann mehrere Gegenstücke. So ist das verstellen wortwörtlich „kinderleicht“.

Viel mehr zu sagen gibt es auch nicht. Deshalb kommen jetzt auch schon ein paar Bilder aus unserem (ich zitiere den Dreikäsehoch) „Wintergarten“.

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Die beschenkten Kinder wussten erst gar nicht, dass auch die „Verpackung“ ihrer Geschenke ein Geschenk war. Kein Wunder bei dem Inhalt… 😉

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