Kleine Taschen schnell gemacht

runder-beutel-05

Vor bestimmt zwei Jahren habe ich diese runden Taschen schon genäht. Beim digitalen Herbstputz kamen die Fotos wieder zum Vorschein, die ich später mit dem Dreikäsehoch gemacht hatte.
Damit ich den Beitrag von der to-post-Liste streichen und mir auf die Schulter klopfen kann, gibt es jetzt diese Mini-Anleitung.

runder-beutel-03

runder-beutel-02

runder-beutel-04

runder-beutel-01

Die Taschen sind ganz einfach gemacht.
Ihr braucht dafür:

  • 1 Kreis für außen, 1 Kreis für innen, Größe nach Wahl (messt den Durchmesser = d!)
  • 1 Rechtecke für außen, 1 Rechteck für die Taschen, 1 Rechteck für innen, alle mit dem gleichen Maß, die Breite entspricht dem Umfang des Kreises (U= π*d) plus 2x Nahtzugabe
  • Trägerband (fertig oder selbst genäht)
  • Druckknöpfe
  • Tüddelkram

Und so geht’s:

  • klappt das Rechteck für die Taschen längs links auf links
  • steppt diese doppelte Lage unten und an den Seiten so auf das Rechteck für außen, dass ihr einen breiten Eingriff erhaltet, (ihr könntet das auch nur feststecken), teilt die Tasche mit Längsnähten in kleinere Einheiten
  • wenn ihr die Außenseite noch verzieren möchtet, dann tut das jetzt
  • näht jeweils die beiden Innen- und Außenteile zusammen, also erst das Rechteck an den Kreis und dann das Rechteck in der Höhe zusammen
  • steckt nun beide Teile so ineinander, dass die Stoffe rechts auf rechts liegen und näht die obere Kante zusammen, lasst dabei eine Wendeöffung
  • verstürzt das Ganze und steppt die obere Kante ab, dabei schließt ihr auch die Wendeöffnung
  • jetzt nehmt ihr Gurtband oder näht euch selbst Träger und bringt sie mit Druckknöpfen an
  • wenn ihr wollt, bringt ihr noch Knöpfe zum Verschließen der Tasche an
  • Schon fertig!

runder-beutel-07

Wer schon zweidreimal genäht hat, der macht sowas im Schlaf 😉

Oder wollt ihr eine ausführlich Bildanleitung? Die gibt es zu hauf im Netz, ihr bekommt aber auch gern eine ganz persönliche von mir. Sagt einfach Bescheid…

Ein Herbstlied über Sonne, Mond und Sterne

moonlight-starlight-23_5

Seit einigen Wochen habe ich mein erstes Probenähen hinter mir. Das war eine Erfahrung, die ich einfach mal machen wollte. Sonja von From heart to needle hat sich mit Nicole von Engelinchen Design zusammengetan und beide haben von einem riesigen Team ein komplettes Kleidungsset nähen lassen: Die Weste „Herbstlied“ plus Hose, Beanie und Shirt „Sonne, Mond und Sterne“.

Zwischendurch habe ich mich gefragt, warum man sich so ein Probenähen eigentlich antut. Unfertige Schnitte sollen unter Zeitdruck genäht werden. Ob sich die Mühe lohnt, weiß man anfangs nicht. Wahnsinn, dass man so etwas für wildfremde Menschen tut.
Von Anfang an hatte ich aber auch ein richtig gutes Gefühl dabei, mit einer Gruppe von Gleichgesinnten die gleichen Klamotten zu nähen und zu sehen, was aus einem einzigen Schnitt alles herauskommen kann. Es war ein bisschen wie eine Näh-Party in einem virtuellen Raum. Ich fand es toll!
Die Klamotten könnt ihr alle einzeln bei Alles für Selbermacher erwerben. Ich verlinke sie gleich jeweils in der Beschreibung.
Nun wollt ihr aber sicher auch wissen, ob es sich für euch lohnt!? Ich zeige euch einfach mal die zuckersüßen Bilder meiner Kinder.

Angefangen habe ich mit der Weste „Herbstlied“, weil ich sowieso eine für den Dreikäsehoch nähen wollte. Und sie ist tatsächlich zu einem Lieblingsteil von uns beiden geworden. Sie passt perfekt, auch mit dickem Pullover drunter, und ist lang genug für kalte Tage. Eigentlich sollte der Zweikäsehoch auch eine bekommen und dann hätten wir ein Partner-Outfit mit Papas Jacke gehabt. Aber die Zeit reichte irgendwie hinten und vorne nicht und so habe ich nur das „Muss“ abgegeben.
Im E-Book gibt es übrigens verschiedene Varianten für Weste, Pullover oder Pullunder. Ihr bekommt den Schnitt für die Größen 74 bis 146.

moonlight09_3

herbstlied01_10

Dann habe ich mich an die Moonlight Pants gemacht. Es gibt sie in einer normalen und einer legeren Variante.
Zu Beginn des Probenähens war die legere Variante allerdings noch so eng, dass ich die Hose gerade noch dem Zweikäsehoch anziehen konnte, nachdem ich Schritt und Saum eingekürzt hatte. Für die zweite Version hatte ich die Hose eigenhändig verbreitert, angepasst an die Maße vom Kind.
Im fertigen Schnittmuster passt jetzt aber alles!

moonlight-starlight-06_4
Für den Saum ist ein Halbmond vorgesehen, was ich sehr hübsch finde. Bei der kleinen Hose ist er allerdings dem Saumkürzen zum Opfer gefallen und für die große Hose war es mir dann doch zu kindisch.
Mir gefallen besonders die seitlichen Taschen, die von vorne und hinten aussehen, als wären es normale Hosentaschen.

moonlight07_5

moonlight04_7

 

moonlight-starlight-22_6

moonlight-starlight-18_7

Die Starlight Beanie gibt es in zwei unterschiedlichen Längen und kommt mit verschiedenen Applikationsvorlagen (Stern, Herz, Anker, …) daher. Die habe ich aber nicht benutzt, sondern wieder mal gemacht, was ich wollte. Schlimm ist das!

moonlight01_11

moonlight-starlight-14-kopie_3

Das Sunlight Shirt war kein „Muss“ und ist deshalb auch nicht entstanden. Ich sagte ja bereits, dass es an Zeit fehlte.

Wen ihr jetzt aber Zeit und Lust habt, ein komplettes Herbstoutfit zu nähen… – dann wartet damit lieber bis zum nächsten Jahr. Der Winter kommt mit großen Schritten. Also packt eure Kinder warm ein. Zum Glück gibt es die Weste ja auch als Jacken-Version und die Beanie lässt sich super mit Fleete füttern. Also ran an die Nähmaschine.

Viele Grüße an das ganze Näh-Team.
Dankeschön, dass ich dabei sein durfte und ihr mich zu unseren neuen Lieblingsklamotten inspiriert habt. Ich habe sehr viel gelernt!

Ein Spielmöbel mit tausend Namen

kletterbogen-08

Aus meiner Nähwerkstatt gab es für unsere Kinder je ein T-Shirt zum Geburtstag. Nicht gerade originell. Vom Papa gab es deshalb ein Spielzeug aus der Holzwerkstatt. Oder ist es doch eher ein Möbelstück?

Wenn man im Netz danach sucht, findet man es zum Beispiel unter Kletterbogen oder Regenbogenwippe. (Was war mein Leben nur ohne Pinterest???)
Wir haben uns diverse Ausführungen angeschaut und für die unserer Meinung nach vielfältigste entschieden. Hätten wir noch ein bisschen weiter recherchiert, hätten wir auch gleich eine Schablone mitgeliefert bekommen (zum Beispiel hier). Stattdessen haben wir mal wieder alles mühsam selbst erarbeitet. Sowas hilft allerdings, um banale geometrische Anwendungen aufzufrischen.

Damit unsere Ergebnis nicht ganz genau so aussieht, wie alle(!) anderen bei Pinterest, habe ich mich gegen Regenbogenfarben entschieden und unser Acyrllack-Lager minimiert. Ja, ihr habt richtig gelesen: Ich habe keine veganen oder speichelfesten Farben benutzt. Damit haben wir die Hälfte unserer Möbel auch gestrichen und so passt alles zusammen. Die andere Hälfte unserer Möbel ist übrigens mit Dekorwachs behandelt, was wir auch für die Seitenteile des Kletterbogens genommen haben.

Genug geredet, hier kommen die unendlichen Möglichkeiten, die das neue Spielzeugmöbel so bietet. Aber vorher einmal ohne Kinder, bitte.

kletterbogen-19

Beginnen wir mit dem klassischen Sprossen- oder  Kletterbogen. Wie ich bereits erzählt habe, geht der Zweikäsehoch schon eigenständig die Treppe rauf. Klettern ist also kein Problem für ihn. Irgendein Vater promotete seinen Kletterbogen sogar mal damit, dass sein halbjähriger Sohn bereits allein drauf kam. Ihr könnt so einen Bogen also gleich zur Geburt schenken.

kletterbogen-23

kletterbogen-10

Da fällt mir ein, dass er sich als Spielebogen für Säuglinge mit drangehängten Kuscheltieren, Glöckchen, Deckeln, Kugeln, Rührbesen, Fernbedienungen (also alles, was kleine Kinder toll finden) bestimmt auch gut eignet. Um davon ein Testfoto zu machen sind wir allerdings zu spät dran.

Als Kuschelhöhle eignet sich das Möbel jedenfalls auch hervorragend. Decke drüber, Ruhe!

kletterbogen-a

Stell sich das mal Kind quer, kann man das auch mit dem Spielzeug tun. Mit einer Verkaufstheke zum Beispiel schafft man schnell Abwechslung. Wir haben keinen Kaufmannsladen, dafür jetzt einen riesigen Spielzeugladen (also die Spielecke) mit bunt-gestreiftem Kassensitz.

kletterbogen-16

Genügt das auch nicht mehr, dreht man alles noch weiter und hat eine Wippe. Das macht der Dreikäsehoch sehr gerne, aber nicht lange allein.

kletterbogen-b

Und wenn die Kinderchen dann endlich müde vom vielen Spielen sind, dürfen sie es sich in der Leseschaukel gemütlich machen und den Eltern ein bisschen Ruhe gönnen.

kletterbogen-27

Weil so etwas wie Ruhe bei uns aber nur nachts existiert, haben wir noch eine Rutsche zum Anbauen gefertigt. Mit irgendwas muss man die Kleinen ja beschäftigen.
Das Rutschbrett ist ebenfalls gewachst, dann zweimal geschliffen und klarlackiert und dann nochmal gebohnert. Da rutscht man wie ne eins! Und die Kinder können sie selbst einhängen. Naja, das größere zumindest.

kletterbogen-c

kletterbogen-d

Könnt ihr noch? Das Rutschbrett könnte man auch noch benutzen, um eine richtige Wippe für beide Kinder zu machen. Ein Beispiel seht ihr hier. Das haben wir allerdings noch nicht ausprobiert, weil das irgendwie nach ausgeübter Aufsichtspflicht schreit.

Also Gäste einladen, die diese Aufgabe übernehmen und Ihnen zum Dank einen leckeren Kaffee servieren. Aber was, wenn zu wenig Sitzmöbel da sind? Auch hier hilft unser neues Spielzeug rasch. Ran an den Tisch und genießen.

kletterbogen-06

Ich habe bei diesem lustigen Shooting, vor dem ich die Spielecke von allen anderen Möbeln befreit habe, natürlich noch viel mehr Fotos gemacht. Sie würden aber keinen Mehrgewinn liefern, also halte ich mich zurück.

Vielleicht habt ihr aber noch weitere Ideen, was man mit unserem neuen Alleskönner anstellen kann? Lasst doch mal hören!

Beim Wal heißt die Schwanzflosse Fluke

geburtstagsshirt-wal-boot-06_13

Meine Mitbewohner haben ja alle fast gleichzeitig Geburtstag. Der Dreikäsehoch verdient seinen Namen jetzt besonders, denn er ist vor einem Monat drei geworden. Egal, wo er gerade neu hinkommt, er muss allen erzählen: „Ich bin schon groß, ich bin drei!“ und nickt dabei ganz bedeutend. Die Eltern unter euch kennen das sicher.

Zum Geburtstag bekam er aus meiner Nähwerkstatt ein neues T-Shirt. Nicht, dass ich ihm nicht gerade einen ganzen Batzen genäht hatte…
Weil Wale immermal wieder Thema bei ihm sind (momentan sind es allerdings Drachen und unangefochten Bagger), habe ich mich für eine riesige Schwanzflosse und ein kleines Segelboot entschieden.

Leider hat der Dreikäsehoch immer das Pech, dass ich den Zuschnitt weit vor seinem Geburtstag mache und die T-Shirts dann am Ende sehr eng ausfallen. Nun guckt halt der Bauch ein bisschen raus 😉 Und weil der Zuschnitt zwar lange vorher erledigt war, ich aber erst einen Tag vor Abgabedatum Zeit hatte, den Rest zu machen, habe ich nach dem ganzen Applizieren ganz schön geschludert. Den Halsausschnitt habe ich nur umgeklappt und abgesteppt (Bündchen hätte auch nicht viel länger gedauert) und die Ärmel habe ich zweimal umgeschlagen und unten festgenäht (ein ordentlicher Saum hätte auch nicht länger gedauert). Vielleicht werde ich es irgendwann noch mal richtig fertig machen. Vielleicht zum dritten Geburtstag vom kleinen Bruder.

Der Dreikäsehoch hat sich trotzdem wahnsinnig gefreut und neulich im Park ein paar Bilder von sich machen lassen. Das sind sie:

geburtstagsshirt-wal-boot-07_12

geburtstagsshirt-wal-boot-04_1

geburtstagsshirt-wal-boot-03_14

geburtstagsshirt-wal-boot-05_2

geburtstagsshirt-wal-boot-01_16

Wusstet ihr, dass die Schwanzflosse beim Wal gar keine Flosse ist? Weil er ja gar kein Fisch ist? Mein Mann hat herausgefunden, dass man das Fluke nennt und der Dreikäsehoch weiß das jetzt auch. Wir wollen ja korrekt bleiben.
Er hat einer Kassiererin auch schonmal erzählt, dass das Tier in seinem Buch einen Kehllappen hat. Das hatte sie bis dahin noch nie gehört. Und ihr? Welches Tier meint er denn bloß?

Brumm, brumm, sssssssssss…

t-shirt-brummkreisel-06

Der Zweikäsehoch ist eins geworden. Eins! Das ging diesmal so schnell, dass ich gar nicht weiß, wann er das gemacht hat. Es ist jetzt eigentlich auch schon wieder zwei Monate her und seit dem ist er noch größer geworden. Inzwischen geht er sogar selbstständig die Treppe hoch und runter. Hallo? Das ist doch wohl ein bisschen dolle früh, oder?

Neben der Treppe und der Kaffeemaschine ist der Brummkreisel trotzdem eins seiner Lieblingsspielzeuge im Haus. Deshalb habe ich ihm auch einen auf sein Geburtstags-T-Shirt appliziert. Zusammen mit Bauplätzen, die sein Alter und seinen Anfangsbuchstaben zeigen. Das Ganze war recht aufwendig und im Nachhinein gefällt es mir gar nicht mal so gut. Aber das passiert mir öfter…

Ich zeige es euch trotzdem, weil vielleicht jemand wissen möchte, dass es entstanden ist und wie es entstanden ist 😉 Wenn das so sein sollte, dann sagt Bescheid. Ich habe mitfotografiert.

Jetzt aber erstmal Bilder vom großen kleinen Sohn und seinem neuen T-Shirt.

t-shirt-brummkreisel-04

t-shirt-brummkreisel-03

t-shirt-brummkreisel-01

t-shirt-brummkreisel-05

Von der tollen Cordhose gibt es gleich noch mehr Bilder. Der Zweikäsehoch macht tatsächlich Mittagsschlaf und ich habe etwas Zeit zum Blog-Füllen.
Interessiert euch nicht? Hm, diese Näh-Muttis haben halt so wenig andere Themen 😀 Was wollt ihr denn sonst wissen?

Elegante Wohlfühljacke

my-cuddle-me-blau-07

Für die Familie nähen macht irgendwie am meisten Spaß. Man kennt die Menschen und, wenn man Glück hat, auch deren Geschmack. Und die eigenen Eltern sind ja immer so mächtig stolz, wenn das Kind was Schönes gemalt, gebastelt oder eben genäht hat.
Früher habe ich also gemalt oder gebastelt, heute erweitere ich die Garderobe meiner Verwandtschaft.

Meiner Mutter habe ich zum Geburtstag eine my cuddle me von Schaumzucker geschenkt. Für mich habe ich diesen Cardigan eher für’s Freizeitleben gemacht, für meine Mutter sollte es allerdings etwas feiner werden. Deshalb habe ich im Laden sehr lange Stoffbahnen hin- und hergeschoben und mich letzten Endes für Dinge entschieden, deren Design mich mehr als die Qualität überzeugt haben. Es sind ein dunkelblauer, glänzender Polyesterstoff und ein extrem dünner Viskosestoff mit Ornamenten geworden. Bis dahin hatte ich noch keine echte Viskose unter der Nadel. Ich sage nur: Pfui, was lässt sich das fies bearbeiten. Das Zeug rutscht überall hin, wo man es nicht braucht und an meinen rauen Gartenhänden blieb es ständig hängen 😉

Ich finde dennoch, dass die Jacke richtig schön geworden ist. Für meinen Geschmack etwas zu lang, aber das lässt sich ja noch anpassen. Die Ärmelbündchen setzen bei mir weiter unten ein und der Einfassstreifen habe ich wegen des dünnen Stoffs in der Breite verdoppelt.

Zum Geburtstag meiner drei Männer (passende T-Shirts folgen) ist heute neben dem Rest der Sippe auch meine Mutter zu Besuch, die mit ihrem Mann in einem Hotel residiert. Und genau das haben wir als Kulisse für unser Fotoshooting genommen. Ich schrieb ja schon, dass ich gerne die echten, von mir beschenkten Menschen vor der Linse haben möchte. Außer, ich habe für mich selbst genäht 🙂

Und nun freut euch bitte darauf, was dabei herausgekommen ist. Die eigene Mutter so abzulichten hat etwas ganz Eigenes. Und mir gefällt das Ergebnis ausgesprochen gut.

my-cuddle-me-blau-01

my-cuddle-me-blau-08

my-cuddle-me-blau-03

my-cuddle-me-blau-04

my-cuddle-me-blau-05

my-cuddle-me-blau-06

Du sollst jeden Tag einen Baum umarmen. Und wenn keiner da ist, dann…

my-cuddle-me-blau-02

Wie gefallen euch die Bilder von meiner Mama? Habt ihr auch schonmal ein Shooting mit euren Eltern gemacht? Ich warte noch darauf, dass mein Vater sein erstes Werk von mir bekommt.

It’s T-Time

t-time

Der Herbst kommt und der Dreikäsehoch wächst. Keine Ahnung, wo manche die Zeit her nehmen, um alles zu nähen, worauf sie so Lust haben. Meinen Anspruch, mein großes Kind ab jetzt nur noch in selbstgenähter Kleidung zu sehen, habe ich bereits eingeschränkt. Ich mache nur noch, was nötig ist und schnell geht. Oder, was ich wirklich nicht lassen kann…

Jetzt jedenfalls war es dringend nötig, denn ich habe alle Shirts aussortiert, die den kleinen Kugelbauch vom Dreikäsehoch nicht mehr ausreichend verdecken. Und plötzlich hatte er nur noch zwei 😉 Also habe ich das schon oft genähte Raglanshirt Autumn Rockers von Mamahoch2 genommen und ein paar Modelle gezaubert. Neue Schnitte musste ich dann trotzdem noch ausprobieren. Und statt mein Stoffregal etwas auszudünnen, habe ich auch alte T-Shirts vom Papa wieder benutzt. Ich habe ja etwa ebenso viele Klamotten zum Umarbeiten gehortet, wie neu gekaufte Stoffe!

Nach ein paar Abenden mit schlafenden Kindern ist eine bunte Mischung an T-Shirts herausgekommen, die noch erweitert werden muss. (Praktischerweise mache ich gerade beim Probenähen von From heart to needle meets Engelinchen“ mit, da gibt es auch ein Shirt. Und noch sooooo vieles mehr. Lasst euch überraschen!)

Dieses Raglanshirt hat passend zu den Ärmeln den geistreichen Text „stripe“ bekommen. Hierfür habe ich mal wieder meine allerliebsten Lieblingsbuchstabenstempel und Textilfarbe benutzt. Der i-Punkt ist mit Textilmarkern gemalt.

t-shirt_stripe_autumn-rockers

Das nächste Raglanshirt hat ein eher maritimes Motiv 😉 Den Wal habe ich einfach mit der Nähmaschine aufgesteppt. Die Ärmel bestehen aus sehr babyhaftem Walstoff (man sieht ihn hier leider kaum), den ich aber so süß fand, dass ich mit dem schwarzen Kragen einen härteren Kontrast setzen musste.

t-shirt_babywale_autumn-rockers

Und für dieses Shirt habe ich das erste mal einen Plot benutzt. Eine Bekannte hat ihn für mich erstellt. Nach dem zweiten Versuch sah es dann auch so aus, wie es soll. Die Ärmel sind aus einem alten T-Shirt von Papa, das leider nicht mehr so elastisch ist. Ich werde ein kurzärmeliges Shirt draus machen müssen.

t-shirt_busse_autumn-rockers

Neu ausprobiert habe ich einen Schnitt von filius feez. Der macht besonders viel her, wenn man Streifenstoff verwendet. Und ist so leicht zu nähen, wie ein Raglanshirt. (Ich faule Näherin mag ja, dass man keine Ärmelrundungen abstecken muss.) Auch dieser Stoff hier war mal ein Shirt vom Papa.

t-shirt_upcycling_filiuz-feez

Und noch einmal klassisches Upcycling. Die Streifen waren ebenfalls ein T-Shirt vom Papa, die Applikation war genauso „unordentlich“ auf einem alten von mir drauf. Da hab ich sie rausgeschnitten und hier wieder draufgesteppt. Ein bisschen viele Streifen, oder? Der Schnitt ist das Basisshirt von Mamas nähen.

t-shirt_streifen-upcycling_basisshirt

Zu guter letzt mein Lieblingsshirt. Als Grundschnitt habe ich den Trotzkopf von Schnabelina genommen, mich dann aber für einen anderen Ausschnitt entschieden. Und ich wollte eine Teilung mehr haben. Mit den roten Knöpfen gefällt es mir richtig gut. Die sind übrigens ein gutes Beispiel dafür, wie ich so nähe: Planlos drauf los und dann mal gucken, was man noch so machen kann.

t-shirt_abgewandelter-trotzkopf

Dieses war der erste Streich, doch der nächste kommt… bald hinterher.