Eine Wickelkommode für Anspruchsvolle

Eigentlich schäme ich mich sehr für unser braun-komplettgefliestes Bad mit brauner Keramik wohin das Auge blickt, obwohl ich als Mieterin gar nichts für die Wohntrends der 70er Jahre kann. Am Wochenende war Alex jedoch mit den Kindern einkaufen und ich hatte Zeit und Ruhe (ohne dauerklopfende, schreiende Kinder hinter der geschlossenen Tür und ohne neugierige Griffe kleiner Händchen in die mit Chemikalien vollgegossene Toilette), das Bad mal wieder blitzeblank zu putzen. Und wie ich so unsere Wickelkommode auseinandernehme, dachte ich, die gehört eigentlich auch auf diesen Blog.

Kurz bevor der Dreikäsehoch auf die Welt kam, baten wir all unsere Familienmitglieder, uns nicht schon im Krankenhaus zu besuchen. Wir wollten erstmal schauen, was die neue Situation mit uns macht. Nun gibt es aber diesen einen Elternteil, für den grundsätzlich andere Dinge gelten, und so besuchte uns mein Vater (den ihr bereits von der wundervollen, handgenähten Eisbärjacke kennt) am Tag nach einer sehr langen und schmerzhaften Nacht. Er kam allerdings nicht mit leeren Händen!

Lange angekündigt wurde uns ein geheimnisvoller, ganz besonderer Wickelaufsatz für die Bestseller-Kommode von IKEA, die wir bereits als Wickelkommode vorbereitet hatten. Eine geschichtete Wickelauflage aus Schaumstoff hatte ich auch schon gekauft, also habe ich unsere Wunschmaße durchgegeben. Breit musste sie sein, damit wir viel Platz für Kind und Kram hätten.
Der Clou des selbstgebauten Aufsatzes meines Vaters ist die nach innen gewölbte Liegefläche. Bis unsere Kinder ihre Gliedmaßen wirklich unter Kontrolle hatten, haben sie es tatsächlich nicht geschafft, sich auf die Seite (und damit runter vom Wickeltisch) zu rollen.
Weitere wesentliche Details zur Verarbeitung müsste ich jetzt von meinem Vater erbitten…

Der Rollschutz stellte sich jedoch schnell als Nachteil heraus. Die Fläche war zwar ausreichend groß, für alle Utensilien, aber die rollten jetzt immer auf das Kind. Gerade am Anfang hatten wir noch eine kleine Waschschüssel etc., die einen geraden Untergrund benötigte. Also habe ich einen neuen Bauauftrag an Alex weitergegeben. Und schwups, hat er eine angrenzende Ablage mit integrierten Mülleimer entwickelt und an den Wickelaufsatz geschraubt.

Nach und nach fielen uns dann noch weitere Ergänzungen ein, die die Wickelkommode zu einem vielseitig nutzbaren Möbelstück aufstiegen ließ. Unter die neue Ablage habe ich mir vom Schwiegervater ein provisorisches (darüber hinaus ist es nie gekommen) Windelfach zimmern lassen und den Leerraum hinter der vorgerückten Kommode hat Alex mit einem ausrollbaren Regal bestückt, welches uns als Lager für Klorollen und Hygieneartikel dient.

Die MALM-Kommode, die als Basis für das ganze dient, haben wir geköpft und an unsere großen Körpermaße angepasst. Da die obere Schublade nicht mehr hinein passte, haben wir nur den Schubladenboden erhalten und somit en offenes, vorzeigbares Fach geschaffen. Dort lagern im Normalfall die Moltontücher, die als wärmender Untergrund auf der Wickelauflage liegen. (Da zum Zeitpunkt der Fotos noch ein riesiger Wäscheberg darauf wartete, zusammengelegt und eingeräumt zu werden, sind hier keine Moltontücher zu sehen.)

Die gekaufte Wickelauflage war nach recht kurzer Zeit ziemlich unansehnlich und so habe ich einen neuen Bezug aus beschichteter Baumwolle genäht, der unten einen Hotelverschluss hat. Die Auflage bleibt an ihrem Platz dank eines Antirutschgitters für Teppiche.

Zufälligerweise hat der Bezug das gleiche Design wie der Toilettenhocker vom Dreikäsehoch, der parallel angeschafft wurde. Die Schubladen habe ich mit Washi Tape mit den Anfangsbuchstaben der Kinder beklebt. Ihr werdet es vielleicht nicht glauben, aber bis auf Draußenjacken, Matschhosen und Schlafklamotten hat jedes Kind genau nur so viele Klamotten, wie in eine MALM-Schublade passt! Also mehr Nähen als nötig ist hier nicht drin.

Nach und nach habe ich diverse Boxen für Kleinkram ausprobiert. Mal mit Stoff beklebte Pappkisten, mal gekaufte. Momentan sind es diese hier, die ganz gut zum genähten Kissenbezug für eine stoßfreie Wickelzeit passen.

Also ich muss sagen, die Anzahl der IKEA-Produkte dürfte in etwa die gleiche sein, wie die im Rest der Wohnung.

Wenn der Zweikäsehoch trocken ist, dann steht dieser wunderschöne, riesige, rollschutzsichere Wickelaufsatz zum Verkauf. Ihr dürft gerne schon einmal Interesse anmelden. Er ist etwa 90 cm breit und 70 cm tief. Wenn das nichts ist!

Drachenzähmen (ist nicht) leicht gemacht

Wenn ich mich bei Facebook und Pinterest umschaue, muss ich feststellen, dass ein Drachenkostüm nicht sehr einfallsreich ist. Aber das war ja auch nicht meine Idee!

Zu Weihnachten wollte ich dem Dreikäsehoch Drachenflügel nähen, da er sich zu dieser Zeit voll im Fabelwesenrausch befand. Aber wie alle Geschenkideen aus dem Hause rabaukenrabatz ist es auch dazu im letzten Jahr nicht gekommen. Angefangen hatte ich; aber nachdem ich viel zu kompliziert gedacht und gewerkelt hatte, lagen die halbfertigen Flügel wochenlang im to-do-Regal.

Am Donnerstag ist im Kindergarten Karneval angesagt und das Kind braucht ein Kostüm. Und siehe da: Als ich ihn fragte, als was er gehen möchte, sagte der Dreikäsehoch doch tatsächlich, dass er ein Drache sein möchte. Was hat sich die Mama da drüber gefreut!

Also habe ich mich auf den oben genannten Plattformen ein wenig inspirieren lassen und nach einem Overall als Grundlage gesucht. Fündig bin ich in der Ottobre Kids 06/2015 geworden und habe den „Pupuliini“ ohne Taschen und ohne die dazugehörige Kapuzenmütze genäht. Stattdessen habe ich einen Beanie-Schnitt umgewandelt und in alle hinteren Nähte mit Volumenvlies gefüllte Zacken und einen Schwanz eingenäht.
Für die Flügel habe ich mich an den Bildern aus unserem umfangreichen Fabelwesenbuch orientiert und drei Lagen (Stoff – Style-Vil/Volumenvlies – Stoff) mit einem engen Zickzackstich zusammengenäht. Wie ich das genau gemacht habe, zeige ich euch in einem extra Beitrag. Die Flügel haben eigentlich Träger aus breitem Gummi, damit sie auch einzeln bespielt werden können. Für die Party habe ich sie allerdings mit ein paar Stichen am Overall befestigt. So rutschen sie beim Luftballontanz nicht herunter… 😉

Und weil der „große“ Drache befand, dass der kleine Bruder als Babydrache zum Karneval gehen soll, gab es noch ein zweites paar Flügel, etwas kleiner, aber genau so niedlich.

Bevor jetzt die Bildern kommen, muss ich noch ein Geständnis ablegen:
Die kleinen Drachen sind manchmal wirklich welche. Auch ohne Flügel. Auch bei ausgehandelten und mit Gummibärchen belohnten Fotoshootings. Aber das sieht man auf den Bildern gleich nicht mehr, weil ich auf diesem Blog keine Bilder von zeternden Kindern und genervten Eltern zeige. Aber die gibt es, immer und immer wieder! Puh, jetzt st es raus… Wir wollen euch ja hier keine heile Welt vorgaukeln, wo wir doch für die Kunst so viele Strapazen auf uns nehmen! 😀

So, jetzt geht es aber los mit der positiven Auswahl unseres Fotoalltags und den ganz zuckersüßen Drachenkostümen.

Das ist er, der große Drache.

Und hier die Flügel aus Deko-Vil in Großaufnahme.

Hier konnte ich das Biest noch bändigen…

Die Mütze, die wie ein Helm aussieht.

Und unten dran Mitwachs-Bündchen.

Und das sind die kleinen Baby-Flügel aus Volumenvlies.

Und weil Alex mir bei der gar nicht so leichten Drachenzähmung geholfen hat, durfte er noch ein bisschen mit dem Licht experimentieren. Hier seht ihr den Drachen im Lichtschein des lodernden Höhlenfeuers:

Und zu guter letzt: So könnten die Kostüme dann in Aktion am Donnerstag aussehen. 

Mein erstes Fazit: Feuerwehrmann Sam oder ein Ninjago-Kreger wäre nicht einfallsreicher gewesen.

Mein zweites Fazit: Ich werde noch einen Overall für Zuhause nähen. Und noch viel mehr Flügel. Ein paar elfengleiche sind schon für Inga von Blix näht in Planung.

Cardigan ROM mit fabelhafter Applikation

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Der Dreikäsehoch hat Fabelwesen entdeckt. In einem Buch, dass schon meine viel jüngeren Geschwister fasziniert hat, haben wir alle möglichen und unmöglichen Wesen entdeckt. Oder wisst ihr etwa schon, was ein Mantikor oder ein Catoblepas ist?
An Karneval möchte sich mein Sohn zu meiner großen Freude als Drache (eigentlich soll es ein Leviathan sein) verkleiden. Das Kostüm ist bereits seit November in Arbeit, zumindest die Flügel sollten eigentlich ein Weihnachtsgeschenk werden.

Bevor ich mich allerdings an einen grünen Drachen-Overall mache, habe ich es vorerst mit einer einfachen Jacke versucht. Die ist zufällig auch grün, hat aber nichts mit einem feuerspeienden Riesen zu tun, sondern mit einem ganz anderen geflügelten Wesen. Auf einem völlig verwaschenen Sweatshirt meines Mannes aus den 90ern (zumindest sah es so aus) habe ich einen auch schon ziemlich verwaschenen Aufdruck eines nasgehörnten Pegasus gefunden. Und weil es gerade so schön passte, habe ich diesen Teil des Pullovers ausgeschnitten und auf einen frisch genähten Cardigan ROM von Rapantinchen appliziert. Während des Nähens fand ich meine Farbauswahl ganz furchtbar, das Grün mit dem Grau gefiel mir plötzlich überhaupt nicht mehr. Mit ein bisschen buntem Garn und knallgelben Druckknöpfen konnte ich mich am Ende aber doch damit anfreunden. Das hat auch ein wenig die schon ziemlich ausgeblichene Pegasus-Vorlage aufgepimpt. Ich hätte natürlich einfach ein eigenes Motiv aufdrucken können, aber mir gefällt der Gedanke, dass unsere Kinder Dinge an oder bei sich tragen, die schon vor ihrem Dasein eine Bedeutung für uns hatten. (Obwohl sich mein Mann in diesem Fall nicht mal an das Sweatshirt erinnern konnte ;))

Die Jacke habe ich an den Seiten nochmals mit einem zusätzlichen Streifen verbreitert, sonst hätte ich sie gleich in eine Klamotten-Kiste für den kleinen Bruder legen können. So habe ich schon öfter Selbstgenähtes gerettet, das zu eng zugeschnitten war. (Wer so einen Streifen ganz geplant als Highlight einsetzen möchte, der kann sich schon mal auf ein neues E-Book von der Ostseepiratin vorfreuen. Mehr verrate ich aber noch nicht, sondern versuche für das Probenähen noch ein zweites Exemplar zu kreieren.)
Für die Taschen habe ich mich für einen Federnstoff entschieden, das fand ich irgendwie passend. Welch mythische Bedeutung Federn allerdings haben könnten, weiß ich auch nicht. Immerhin können sie auch luftig-leicht durch die Welt fliegen wie ein Pegasus.

Ja, ihr wollt jetzt sicherlich auch was sehen. Na dann mal los. Der Dreikäsehoch hat seit Wochen mal wieder durchgeschlafen und war heute so ausgeglichen, dass ich glatt ein paar Bilder von der bereits im Dezember entstandenen Jacke machen konnte. Wenn es doch immer so leicht gehen könnte…

OK, auf geht’s!

Auf den Bildern kommen die Farben nicht gut rüber. Das Grün ist zwar nicht gerade strahlend, aber etwas kräftiger ist es doch.

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Die eingesetzten Taschen werde ich beim nächsten Mal weglassen. Sie werden maximal zum Sammeln von benutzten Taschentüchern genutzt. Und die landen dann wohl wo?

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Um die Taschen abzusteppen hatte ich Lust auf Zierstiche. Hätte ich auch lassen können. 😉

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Und hier der nasgehörnte Pegasus auf der Rückseite.

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Gelb und Orange sind mein kleiner Kontrast zu den sonst eher farblosen Stoffen.

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Und dann ist der Dreikäsehoch fast selbst davon geflogen…

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Ich habe eine ganze Kiste voll mit bedruckten oder bestickten Altkleidern, um sie irgendwann für eine Applikation zu zerschneiden. Tatsächlich habe ich diese Sammlung auch schon zweimal benutzt. (Der Großteil meiner diversen Sammlungen fristet allerdings ein Dasein in Vergessenheit.)
Habt ihr auch alte Shirts, die auf eine zweites Leben warten? Vielleicht ist das ja auch etwas für euch?
Ich freue mich, von euch zu hören und zu lesen,

Stef

Kleine Taschen mit verstellbarem Träger durch KamSnaps

Vom Weihnachtsmann (alias meine Mutter) habe ich den Auftrag bekommen, drei Taschen für ihre drei anderen Enkel zu nähen. Weil die Taschen schnell gemacht sind, wie ich euch ja bereits schon beschrieben habe, habe ich mich mal an Tüddelkram versucht, zumindest an der Version, bei der ich die Rundum-taschen vergessen habe. Tüddelkram ist ja bisher nicht so meine Stärke und dieser popelige Bändchen-Herz-Anhänger hat eine gefühlte Ewigkeit gedauert.

Alle Taschen haben ein Etikett aus SnapPap mit dem Anfangsbuchstaben der Kindernamen erhalten, die ich mit einer Öse und dickem Wollfaden befestigt habe. Eigentlich hatte ich das SnapPap für meine neuen Label besorgt, aber die mache ich jetzt doch anders (mehr dazu bald). Zudem sind die Träger längenverstellbar; das hatte sich die „Weihnachtsfrau“ so gewünscht. Das habe ich ganz einfach mit KamSnaps gemacht. Einmal ist jeweils ein Knopfteil an der Tasche selbst befestigt. An einer Trägerseite sind in bestimmten Abständen dann mehrere Gegenstücke. So ist das verstellen wortwörtlich „kinderleicht“.

Viel mehr zu sagen gibt es auch nicht. Deshalb kommen jetzt auch schon ein paar Bilder aus unserem (ich zitiere den Dreikäsehoch) „Wintergarten“.

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Die beschenkten Kinder wussten erst gar nicht, dass auch die „Verpackung“ ihrer Geschenke ein Geschenk war. Kein Wunder bei dem Inhalt… 😉

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Aus Jungszimmer wird Mädchenzimmer

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Wie ihr vielleicht schon wisst, habe ich es nicht so mit diesem blau-rosa-Schema: Farben sind für alle da und Trends kommen und gehen. Trotzdem scheue ich mich doch etwas, meinen Jungs rosa und lila Klamotten anzudrehen. Und ich liebe es deshalb sehr, wenn mich jemand bittet, diese Farben zu vernähen.

Ein paar Wochen vor unserem Zweikäsehoch kam eine junge Dame zur Welt, die das Zimmer ihres großen Bruders besetzen durfte. (Keine bange, er ist in ein neues umgezogen.) Nestchen und Wickelauflage sollten zur neuen Bewohnerin passen und deshalb neu bezogen werden. Zu ihrem ersten Geburtstag bekam sie zudem ein Puppenbettchen mit passendem Bettzeug. Und noch ein paar Monate später, habe ich Fotos gemacht und kann sie euch endlich zeigen.

Das Design für den großen Bruder war maritim hellblau, die kleine Schwester hat jetzt eine Kombi aus rosa und grün. Hier ein Vorher-Nachher-Bild vom Nestchen.

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Und hier weitere traumhafte Bilder von dem neuen Mädchenzimmer.

Das Nestchen wurde nur neu bezogen. Geschlossen wird es unten an der langen Kante mit KamSnaps.maedchenzimmer06

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Auch die Schleife für den Betthimmel ist jetzt rosa.maedchenzimmer04

Die Wickelauflage hat auch einen neuen bezug bekommen und ist ebenfalls über KamSnaps abnehmbar.maedchenzimmer08

Passend dazu gab es zwei Mini-Utensilos für den ganzen nötigen Kleinkram.maedchenzimmer07

Und hier noch das Puppenbettchen. Ist das nicht traumhaft?maedchenzimmer02

Noch ein Blümchen dazu und fertig ist der MädchenKindertraum.maedchenzimmer01

Habt ihr auch Jungs oder Mädels? Wie haltet ihr das denn mit rosa und lila bei euren Kindern? Oder macht ihr einfach das, was eure Kinder freut? Ich freue mich jedenfalls schon auf eure Antworten.

Ein Satz warme Ohren und Hände

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Die Winter am Niederrhein sind eher mild. Bevor wir aber nach der Bescherung zur Familie ins kalte Vulkanland fahren, habe ich dem Dreikäsehoch ein paar wesentliche Kleidungsstücke gegen die Kälte genäht.

Angefangen habe ich mit Handschuhen aus Probestoff. Also, den mit den Sternen. Eigentlich ist er nicht so mein Fall, zu sehr sehen die Ergebnisse nach DIY aus 😉 Aber meinem Sohn haben die bunten Sterne so gut gefallen, dass ich nun das ganze Set daraus gemacht habe. Gefüttert ist alles mit Fleece.

Für die Handschuhe habe ich einen groben Umriss seiner Hand genommen und nochmal eine sehr großzügige Nahtzugabe darum gezeichnet. Statt Bündchen, von denen man nie weiß, ob man sie über oder unter den Pullover macht, habe ich einfach ein Gummiband als Abschluss angebracht. Eigentlich wollte ich es nochmal nach innen einklappen, damit es schöner aussieht, aber nach außen sah man das Fleece besser und das gefiel mir. Für faule Näher ist diese Variante sehr zu empfehlen.

Die Mütze und die Halssocke sind der „Chris“ von den Rockerbuben, aus dem schon einmal ein zuckersüßes Set entstanden ist. Diesmal habe ich allerdings auch Tragebilder dazu. Wenn beide Kinder gemeinsam zu sehen wären, dann würdet ihr auch den minimalen Partnerlook erkennen. Vielleicht kriege ich ja noch ein Foto.

Hier erstmal mein Lieblingsfoto mit den zu großen Handschuhen, der zu großen Mütze und der zu großen Halssocke 😉

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Und das Kind wollte unbedingt eine Bommel…

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Den weißen Keil der Dreiteilung habe ich zusätzlich mit Sternen bestempelt, weil er mir sonst zu „billig“ aussah. Was vielleicht auch daran liegt, dass das mal ein T-Shirt war.

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Und so sind die Sterne entstanden:

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Die Halssocke war erst zu eng, also habe ich an den Enden noch ein paar Zentimeter angenäht. Jetzt ist sie zu groß, lässt sich so aber gut bis zur Nase ziehen. Was auf dem Vulkan vielleicht nötig sein wird.

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Und hier meine neuen Label aus SnapPap und Textilfarbe:

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Auch ohne Schnee wünsche ich euch ein wundervolles Weihnachtsfest. Drinnen mit leuchtenden Kinderaugen und draußen mit leuchtenden Kinderköpfen. Ihr habt doch bestimmt auch bunte Mützen genäht, oder?

Anleitung: Kletterbogen selber bauen

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Diese Anleitung wird noch vervollständigt. Ich stelle nur schonmal die Schablone bereit.
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Nachdem unser Spielmöbel den Weg in die Online-Welt gefunden hat, haben wir tatsächlich Anfragen dazu bekommen. Zwei Familien wollten wissen, wie groß unser Kletterbogen ist, da die meisten anderen im Netz recht klein erscheinen.

Kurz vor Weihnachten möchte ich euch euren Wunsch erfüllen und stelle unsere Schablone online. Merry Christmas 😉

Wie schon gesagt, haben wir mal wieder alles selbst gemacht und uns die Maße so erdacht, wie wir sie alltagstauglich fanden. Diese sind in etwa: B 50 x L 100 x H 55 cm. Gerade habe ich die Umrisse abgezeichnet, eingescannt und jetzt findet ihr die Datei hier zum Download. Klickt einfach auf die folgende Klebe-Übersicht:

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Leider hatte ich auf die schnelle keine gute Idee, wie ich die einzelnen Seiten so bereit stelle, dass ihr sie mit jedem Drucker vollständig drucken könnt. Ihr benötigt dazu vorerst die Funktion „randlos drucken“. Wenn ihr euch traut, geht es aber auch ohne diese Einstellung.
Die einzelnen Seiten klebt ihr Stoß an Stoß (nicht überlappend) so zusammen, wie ihr es in der Klebeübersicht seht. Beim Ausschneiden könnt ihr eventuelle Verschiebungen oder Lücken an den Druckrändern wieder ausgleichen.
Für ein möglichst symmetrisches Ergebnis faltet ihr den geklebten Ausdruck vor dem Schneiden genau in der Mitte und schneidet nur die eine Hälfte, dafür doppellagig, zu. Wenn ihr es wieder auseinander klappt, sehen beide Bogenhälften gleich aus. Hat man das jetzt verstanden?

Die seitlichen Bogenteile sind aus Birke-Multiplex und haben eine Stärke von 14 mm. Die Papier-Schablone hat Alex auf eine dünne MDF-Platte geklebt und diese als Werkschablone zugesägt. Diese hat er dann wiederum auf die Multiplexplatte gelegt, die Konturen grob zugesägt und den Feinschliff mit einem Kopierfräser gemacht. Anschließend hat er die Seitenteile angeschliffen, damit wir sie ölen konnten.

Die Sprossen sind ebenfalls aus Birke-Multiplex, haben aber nur eine Stärke von 8 mm und sind jeweils 8 cm breit und 50 cm lang. Sie sind mit den Seitenteilen über jeweils 2 Dübel pro Sprossenseite verbunden (das Markieren der Dübellöcher in den Seitenteilen war wahrscheinlich der aufwendigste Teil). Zusätzlich hat Alex die Seitenteile an insgesamt sechs Stellen zusätzlich mit den Sprossen verschraubt. Ich empfehle aber für die Standfestigkeit, alles zu verleimen. Wir hatten uns dagegen entschieden, falls man den Kletterbogen mal auseinander bauen müsste. Aber welch ein Quatsch! Wozu sollte man das tun? Wir werden ihn also auch noch verleimen. Er quietscht jetzt so unschön.

Falls ihr noch weitere Fragen habt, dann her damit. Hier ist bestimmt noch viel Potenzial zur besseren Erklärung. Ich dachte nur, vielleicht wollt ihr eure Kinder ja zu Weihnachten mit diesem neuen Spielmöbel erfreuen. Und dafür ist es ja höchste Eisenbahn…

Wir wünschen euch also viel Spaß beim Bauen und ein wundervolles, buntes Weihnachtsfest!